• Notfälle in Gynäkologie und Geburtshilfe - Gynäkologie - Thieme Verlag

     

Teil 1: Notfälle in Gynäkologie und Geburtshilfe

Notfälle in der Frauenheilkunde stehen häufig im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft und können sich lebensbedrohlich für Mutter und Kind auswirken. Aber auch außerhalb der Schwangerschaft gibt es Notfälle mit gynäkologischer Ursache, die durch ausgeprägte Schmerzen oder Blutungen imponieren. Eingeschränkte Untersuchungsmöglichkeiten erschweren es insbesondere in der Schwangerschaft, eine rasche Diagnose zu stellen

Erkrankungen in der Frauenheilkunde können in allen Lebensabschnitten rasch zum schweren Notfall führen. Bei der Triage weiblicher Patienten bietet daher die Kenntnis über altersabhängige Häufung spezifischer Erkrankungen einen ersten Hinweis auf die Notfallursache.

Bei präpubertären Mädchen sind abdominale Schmerzen meist gastrointestinaler oder urologischer Natur.
In der späten Adoleszenz und mit fortschreitendem Alter treten gynäkologische Erkrankungen zunehmend in den Vordergrund.

Während der Schwangerschaft. Lebensbedrohliche Zustände sind in der Frauenheilkunde häufig mit einer Schwangerschaft assoziiert. Bis zu 2 % der Patientinnen bedürfen während Schwangerschaft oder Wochenbett einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung.

Neben mit einer Schwangerschaft koinzidentell in Erscheinung tretenden Zuständen wie Thromboembolie oder Myokardinfarkt gibt es eine Reihe schwangerschaftsspezifischer Notfälle. Die Eileiterschwangerschaft ist das häufigste lebensbedrohliche schwangerschaftsbedingte Ereignis in der Frühschwangerschaft. Zu den typischen schwerwiegenden Komplikationen der späten Schwangerschaft gehören die Präeklampsie und die antenatalen Blutungen, z. B. bei Placenta praevia. Postpartal besteht Gefahr insbesondere durch die unmittelbar postnatale Blutung, sehr selten aber auch durch die dafür rasch letal verlaufende Fruchtwasserembolie und die peripartale Kardiomyopathie.

Rasche Diagnose oft erschwert. Beim Umgang mit der Patientin verlangt die Natur des Fachgebiets ein äußerst sensibles Vorgehen. Eingeschränkte Untersuchungsmöglichkeiten machen es Notärzten und Rettungsassistenten zudem schwer, eine rasche Diagnose zu stellen. Gerade bei der schwangeren Patientin setzen sich die begrenzten diagnostischen Möglichkeiten (z. B. Verzicht auf Computertomografie aufgrund der Strahlenbelastung für das Ungeborene) und therapeutischen Optionen (z. B. Off-Label-Use bzw. Kontraindikationen zahlreicher Medikamente) in der Notaufnahmestation der Klinik fort.

Dieser Artikel hat zum Ziel, eine leitsymptom- und praxisorientierte Übersicht über die wichtigsten Notfälle des Fachgebiets sowie Handlungsstrategien schwerpunktmäßig im Notfallsetting darzulegen. Im 2. Teil werden die Spezifika der Spätschwangerschaft sowie rettungsdienstliche Besonderheiten rund um die Geburt beschrieben.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag Notfälle in Gynäkologie und Geburtshilfe -Teil 1: Nichtschwangere und Frühschwangere

Aus der Zeitschrift Frauenheilkunde up2date 01/2017

 

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