• Therapie des primären Ovarialkarzinoms

    Mit einer Mortalität von 14,5/100000 Fälle nimmt das Ovarialkarzinom in der relativen Mortalitätsstatistik der gynäkologischen Malignome den ersten Platz ein.

     

Therapie des primären Ovarialkarzinoms

Hintergrundwissen

In Deutschland erkranken etwa 10 000 Frauen jährlich an einem Ovarialkarzinom. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 50-60 Jahren. Das lebenslange Erkrankungsrisiko einer Frau, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken, liegt bei 1,6 %. Zahlreiche Faktoren haben sich als protektiv bzw. risikobehaftet für die Entwicklung eines Ovarialkarzinoms erwiesen.

Mit einer Mortalität von 14,5/100 000 Fälle nimmt das Ovarialkarzinom in der relativen Mortalitätsstatistik der gynäkologischen Malignome den ersten Platz ein. Mehr als 90 % der Ovarialkarzinome treten sporadisch auf. Wichtig für die Prognose des Ovarialkarzinoms ist v. a. das Stadium der Erkrankung zum Zeitpunkt der Erstdiagnose.

Fast drei Viertel der Fälle werden erst in den fortgeschrittenen Stadien III und IV diagnostiziert, da keine charakteristischen Frühsymptome auftreten und bisher kein effektives Screening für Eierstockkrebs etabliert ist.

 

Klassische Spätsymptome sind: 

  • Zunahme des Leibesumfangs durch Aszites/Tumor
  • Völlegefühl, Übelkeit
  • Gewichtszunahme (Aszites), -verlust (Kachexie)
  • Unterbauchbeschwerden
  • Dyspnoe (bei Pleuraergüssen)
  • Subileusbeschwerden, Diarrhö  

Der transvaginale Ultraschall hat für die Diagnostik den größten Stellenwert. Bei Vorliegen entsprechender sonografisch auffälliger Befunde kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein maligner Ovarialbefund diagnostiziert werden.

 

Sonografische Malignitätskriterien von Ovarialtumoren:

  • Tumorgröße (> 3-5 cm postmenopausal)
  • papilläre oder solide Anteile in zystischen Raumforderungen
  • irreguläre und dicke Zystenwand
  • multiple Septierung
  • heterogene Binnenechos
  • Aszites  

Die Vaginalsonografie kann durch eine Doppler-Sonografie ergänzt werden. Maligne Ovarialtumoren weisen meist aufgrund der Neoangiogenese eine gesteigerte Perfusion in soliden Arealen sowie ein charakteristisches Doppler-Muster auf.

 

Aus: GebFra 06/2013. Hier vollständigen Artikel lesen

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