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Vaginale Entbindung nach ein- oder mehrmaliger Sectio – ist das möglich und erlaubt? 

Mittlerweile erfolgt fast ein Drittel aller Krankenhausentbindungen per Kaiserschnitt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Sectiorate in den Jahren von 1991–2012 auf einen Wert von 31,9 % angestiegen. Dies stellt eine Steigerung von 207,7 % im Vergleich zum Jahr 1991 dar. Auffällig ist die regional sehr unterschiedliche Kaiserschnittrate, wobei die Rate in den östlichen Bundesländern deutlich niedriger als in den westlichen ist. Die höchste Kaiserschnittrate weist mit 37,2 % das Saarland auf, die niedrigste Sachsen mit 23,7 % (Stand 2012, [1]).


Leider gibt es einen Mangel an randomisierten, kontrollierten Studien, die das Outcome nach geplanter Re-Sectio mit dem nach geplanter vaginaler Entbindung im Z. n. Sectio (TOLAC = trial of labor after Cesarean) vergleichen [2]. Dies spiegelt sich in den aktuellen Empfehlungen zum Management bei Z. n. Sectio wider. Foureur und Kollegen verglichen 6 englischsprachige Leitlinien, die zwischen 2004 und 2007 publiziert worden waren. Mangels guter Evidenz wurden meist Expertenmeinungen und Konsensus-Statements herangezogen. Die Erfolgsrate für eine vaginale Geburt nach Sectio (VBAC = vaginal birth after Cesarean) wurde mit einer Spanne von 30–85 % angegeben, die Rate an Uterusruptur mit 0–2,8 % [3]. In Deutschland gibt es derzeit keine spezielle Leitlinie für TOLAC und VBAC, der Status nach Sectio wird vielmehr in verschiedenen Leitlinien aufgeführt. Als Beispiel mögen die S1-Leitlinie „Vorgehen bei Terminüberschreitung und Übertragung“ (AWMF-Register-Nr. 015-065) und die seit 01.09.2013 abgelaufene S1-Leitlinie zur „Anwendung von Prostaglandinen in Geburtshilfe und Gynäkologie“ (AWMF-Register-Nr. 015-031) gelten [4].

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