Frühstückssympsoium Nestlé Nutrition Institute mit Qi-Gong

Samstag, 13.05.2017

07:30 Uhr Einlass
07:45 – 08:00 Uhr Qi-Gong
08:00 – 08:50 Uhr Frühstückssymposium des Nestlé Nutrition Institute

Bankettsaal

Referentin:
Christiane Binder

2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft pädiatrische Diätetik des VDD
Zertifizierte Lehrkraft und seit vielen Jahren in der Allergologie in der Kinderklinik am
Helios Klinikum Emil von Behring tätig, früher direkt an der Charité bei Prof. Wahn.

Der Eintritt ist kostenfrei. Jede Teilnehmerin erhält eine Frühstücksbox sowie Kaffee, Tee oder Mineralwasser.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um Voranmeldung per E-Mail an forumgeburtshilfe@thieme.de wird gebeten.

  • Pflicht oder Kür in der Allergieprävention – was gibt es Neues, was kann ich als Hebamme präventiv leisten und wie kann ich beraten

    „Die neuen S3 Leitlinien zur Allergieprävention 2014“

    Im Rahmen der Überarbeitung der S3 Leitlinien zur Allergieprävention aus dem Jahr 2009 wurden die bestehenden Empfehlungen gestützt, teilweise revidiert und neue hinzugefügt. Die Empfehlungen zur Primärprävention von Asthma, Heuschnupfen und atopischem Ekzem gelten sowohl für Risikopersonen (mind. ein Elternteil und/oder ein Geschwisterkind leidet an einer der o.g. atopischen Erkrankungen) als auch für alle anderen Nichtrisikopersonen.

    Eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung von Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren und Stillenden ist Konsens der Fachgesellschaften und Organisationen. Dabei sollten keine diätetischen Restriktionen während der Schwangerschaft und Stillzeit erfolgen. Fisch hat einen protektiven Effekt auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen beim Kind und sollte Bestandteil der mütterlichen Ernährung sein.

    Das Stillen sollte weiterhin als natürlichste Ernährungsform des Säuglings unterstützt werden. Für einen Allergiepräventions-Effekt von ausschließlichem Stillen über die ersten 4 Lebensmonate hinaus gibt es keine Evidenz.

    Wenn nicht oder nicht ausreichend gestillt werden kann, sollte Risikokindern eine hydrolysierte Säuglingsnahrung gegeben werden. Für Soja-basierte Säuglingsnahrungen fehlt der Hinweis auf einen präventiven Effekt, es bestehen aber gesundheitliche Bedenken gegen Soja wegen des für Säuglinge hohen Anteils an Phytoöstrogenen.

    Die Einführung der Beikost ab Beginn des 5. Lebensmonats ist mit einer geförderten Toleranzentwicklung assoziiert. Das längere ausschließliche Stillen kann dagegen mit einer Risikoerhöhung für Allergien verbunden sein.

    Es gibt auch keinerlei Belege für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der Fischkonsum des Kindes im ersten Lebensjahr einen protektiven Effekt auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen hat.

    Ein ganz anderer Aspekt im Rahmen der Allergieprävention ist, dass ein erhöhter Body-Mass-Index mit Asthma positiv assoziiert ist. Auch aus diesem Grunde sollte daher Übergewicht vermieden werden.

    Neu aufgenommen wurde die Empfehlung, das erhöhte Asthmarisiko nach Kaiserschnittentbindungen zu berücksichtigen. Die neuen S3 Leitlinien zeigen uns ein viel größeres facettenreicheres Spektrum der
    Allergieprävention, bei deren Umsetzung, in der Beratung von Schwangeren und Stillenden, Hebammen eine entscheidende Rolle zukommt.