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Das späte Frühgeborene: eine Herausforderung in der Stillberatung

Späte Frühgeborene weisen eine nennenswerte organische und neurologische Unreife auf und verfügen über unzureichende Energiereserven. Eine Folge ist ineffektives Stillen mit dem Risiko für mehr oder weniger schwerwiegende Komplikationen.

Das späte Frühgeborene

Das späte Frühgeborene (late preterm infant, LPI) ist international definiert als ein Frühgeborenes mit einem Gestationsalter zwischen 34 + 0 und 36 + 6 Wochen post menstruationem.

Die Anzahl der Frühgeburten in Deutschland beträgt insgesamt ca. 9 %, davon sind etwa 2/3 späte Frühgeborene, was den Zahlen in anderen entwickelten Ländern entspricht. Ihr Anteil an den Geburten hat in den letzten Jahren zugenommen, wie auch das Bewusstsein, dass es sich bei dieser Gruppe um Risikokinder handelt. Dies wurde inzwischen mehrfach durch internationale Studien untermauert. Eine Konsequenz daraus ist, dass die geplante Sectio nach neueren Empfehlungen vorzugsweise erst mit frühestens 38 + 0 bzw. erst mit 39 + 0 SSW durchgeführt wird.

Risikofaktor Unreife

Im Prinzip sind bei späten Frühgeborenen alle Risikofaktoren der Unreife gegeben, mit einer abnehmenden Tendenz bei steigendem Gestationsalter. Andererseits wurde festgestellt, dass die entsprechenden Risiken teilweise auch noch mit 37 + 0 bis 38 + 6 Wochen erhöht sind.

MERKMALE DER UNREIFE BEI SPÄTEN FRÜHGEBORENEN

  • Schwierigkeiten, die Körpertemperatur zu halten
  • Erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • Verzögerte Bilirubinausscheidung
  • Instabile Atmung
  • Neurologische Unreife
  • Trinkschwäche

Zahlen einer Studie in der Schweiz von 2012 verdeutlichen, wie viel häufiger Komplikationen bei späten Frühgeborenen im Vergleich zu reifen Neugeborenen sind. Das Risiko, mindestens eine Komplikation zu entwickeln, ist bei ihnen demnach 7,6-mal so hoch wie bei reifen Neugeborenen.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Das späte Frühgeborene: eine Herausforderung in der Stillberatung

Aus der Zeitschrift Die Hebamme 04/2014

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