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Mütter zu gesunder Ernährung motivieren – Langzeitfolgen fürs Kind vorbeugen

Ein nicht eingestellter Diabetes mellitus in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für das Kind, später an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Hebammen spielen bei der Prävention eine Schlüsselrolle. Deshalb ist es wichtig, die Mechanismen der fetalen Programmierung bei Gestationsdiabetes zu verstehen. Eine frühe Ernährungstherapie der Mutter kann diabetogenen Stoffwechselstörungen beim Kind vorbeugen.

Eine Störung des Glukosestoffwechsels in der Schwangerschaft geht mit einem Gestationsdiabetes mellitus (GDM) einher. Dass dieser erhöhte Risiken für Frühgeburtsbestrebung, intrauterinen Fruchttod, Schulterdystokie oder postnatale Hypoglykämie mit sich bringt, ist bekannt.

Doch die Folgen sind noch viel weitreichender und können das Kind bis ins Erwachsenenalter beeinträchtigen. Während der Schwangerschaft kann das intrauterine diabetische Milieu so ungünstig sein, dass es den Stoffwechsel des kindlichen Organismus nachhaltig beeinflusst und das Risiko für die Entwicklung metabolischer Krankheiten erhöht. Denn bereits beim Fetus werden grundlegende Mechanismen prägend verändert, die dann sozusagen fürs Leben „programmiert“ sind.

Entstehung von Gestations-diabetes mellitus

Während der Schwangerschaft kommt es zu enormen Veränderungen des Hormonhaushaltes, wobei vor allem die Plazenta als hochpotentes endokrines Organ in den mütterlichen Stoffwechsel eingreift. Durch die kontinuierliche Zunahme an Wachstumshormonen wie Prolaktin, humanes Plazentalaktogen, Cortisol und Progesteron sowie das Schwangerschaftshormon Östrogen nimmt die Insulinsensitivität um 50–60 % ab. Das sichert dem Ungeborenen die Nahrungszufuhr.

Durch genau diese natürliche Insulinresistenz wirkt Insulin vermindert am mütterlichen Zielgewebe und es bleibt mehr Glukose im Blut. Dadurch kann Glukose als wichtiger Nährstoff direkt über die Plazenta zum Fetus gelangen.

Jedoch passt dieser sinnvolle natürliche Prozess nicht zu den heutigen Lebensstilfaktoren: Ein Nahrungsüberangebot und eine unkritische Ernährungsweise (hohe Energie- und Fettaufnahme) spielen eine grundlegende Rolle bei der chronischen Insulinresistenz und führen bereits vor der Schwangerschaft zur ß-Zell-Dysfunktion.

Bei GDM ist die Insulinresistenz übermäßig ausgeprägt und es kommt zu einer pathologischen Glukosetoleranzstörung, wobei die Hyperglykämie in ihrer Intensität variabel ist. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte eine Risikoevaluierung stattfinden (siehe Kasten „Screening und Diagnostik“).

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Mütter zu gesunder Ernährung motivieren – Langzeitfolgen fürs Kind vorbeugen

Aus der Zeitschrift Die Hebamme 2/2016

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