Hebammen-Prüfungsfragen

Hätten Sie es gewusst? Sicherheit von Anfang an.

Egal, ob Sie kurz vor dem Hebammenexamen stehen oder einfach Ihr Wissen auffrischen wollen. Beantworten Sie regelmäßig Fragen, die wir Ihnen auf dieser Seite in immer wieder neuer Folge vorstellen. Wenn Sie auf die Frage klicken, erhalten Sie die korrekte Antwort.

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10 Prüfungsfragen für Hebammen

  • Aus welchen Bestandteilen besteht der Beckengürtel?

    Der Beckengürtel besteht aus folgenden Bestandteilen:

    Kreuzbein (Os sacrum)

    Steißbein (Os coccygeus)

    2 Hüftbeine (Os coxae). Diese setzen sich jeweils aus dem Sitzbein (Os ischii), dem Darmbein (Os ilium) und dem Schambein (Os pubis) zusammen.

  • Welche Informationen/Untersuchungsbefunde stehen Ihnen bei der Schwangerenvorsorge zur Sicherung des ET zur Verfügung?

    Zur Sicherung des ET können folgende Informationen herangezogen werden:

    die Befunde der ersten Ultraschalluntersuchung

    die ersten Kindsbewegungen

    der Stand des Fundus uteri

    die Länge des Symphysen-Fundus-Abstands

    die Terminbestimmung nach der Naegele'schen Regel oder nach dem Konzeptionstermin

    die Senkung des Leibes

  • Welche Verdachtszeichen lassen auf eine Geminigravidität schließen?

    Folgende Befunde weisen auf eine Geminigravidität hin:

    Leibesumfang auffallend groß. > 100 cm (DD: großes Kind, Hydramnion)

    Sehr hoch stehender Fundus uteri trotz Eintritt von Kopf und Steiß in den Beckeneingang

    viele kleine Kindesteile tastbar

    Kindsbewegungen an vielen Bereichen des Bauches gleichzeitig spürbar

    Tasten von 3 großen Teilen

  • Welche Komplikationen können bei einer schwangeren Diabetikerin auftreten?

    Bei schwangeren Diabetikerinnen muss man an folgende Komplikationen denken:

    Plazentainsuffizienz und intrauterine Wachstumsretardierung (bedingt durch Gefäßveränderungen)

    Polyhydramnion

    Makrosomie aufgrund des erhöhten maternalen Glukosetransfers

    Intrauteriner Fruchttod

    Frühgeburt,erhöhte Abortrate

    Harnwegs- und Vaginalinfekte aufgrund der erhöhten Glukoseanreicherung

    verstärkte schwangerschaftsspezifische Erkrankungen (Gestosen)

     

  • Welche Gefahren bestehen bei einer Eklampsie für Mutter und Kind?

    Bei einer Eklampsie bestehen folgende Gefahren für Mutter und Kind:

    Intrakranielle Blutungen

    Organversagen (Leber, Nieren)

    Amaurose (vollständige Erblindung)

    Regurgitation (Zurückströmen von Inhalt eines Hohlorgans)

    Herzstillstand

    Vorzeitige Plazentalösung

    Intrauteriner Fruchttod

    Hypoxie des Kindes

  • Welche Ursachen können für eine vaginale Blutung in der Spätschwangerschaft verantwortlich sein?

    Mögliche Ursachen für Blutungen in der Spätschwangerschaft sind:

    Placenta praevia

    Vorzeitige Plazentalösung

    Randsinusblutung

    Insertio velamentosa (angerissene fetale Gefäße erst nach dem Blasensprung)

    Blutende Ektopie (nach Geschlechtsverkehr)

    Zeichnungsblutung (bei Geburtsbeginn)

    Vaginale Verletzungen

    Variköse Blutungen

    (Stille) Uterusruptur

  • Bitte beschreiben/definieren Sie den Begriff Dip 0!

    Ein Dip 0 (= Spike) ist eine sporadische Dezeleration, ein kurzes Wegtauchen (engl.: to dip) der fetalen Herzfrequenz bis zu 30 Sekunden Dauer, unabhängig von der Wehentätigkeit.

    Mögliche Ursache: Kindsbewegungen, die zu einer kurzen Nabelschnurkompression führen.

  • Wie lautet die Lagerungsregel?

    Lagerungsregel: Man lagert die Frau auf die Seite, auf der der kindliche Teil ist, der die Führung übernehmen, also tiefer treten und nach vorn rotieren soll.

  • Warum ist der Damm bei der hinteren HHL stärker belastet als bei der vorderen HHL?

    Besondere Dammbelastung bei dern hinteren HHL:

    Das breite Hinterhaupt wird anstelle des schmalen Vorderhauptes über den Damm geboren.

    Die Austrittsbewegungen (also reine Deflexion) erfolgt in das Dammgewebe hinein.

    Erhöhte Reibung durch maximale Zwangsbeugehaltung.

    Ungünstiges Hypomochlion (flache Stirnhaargrenze anstelle der runden Nackenhaargrenze). Das Vorderhaupt nutzt den runden Schambogen nicht so gut aus. Erhöhter Platzbedarf in der Dammregion (Regio perinealis).

  • Wie kommt die Lösungsblutung in der Plazentarperiode zustande?

    Bei der Abscherung der Plazenta in der Dezidua spongiosa werden die mütterlichen Gefäße auf- und durchgerissen. Dadurch blutet es in den freien Raum zwischen Uteruswand und Plazenta, es bildet sich ein retroplazentäres Hämatom. Dieses wird durch nachfließendes Blut größer und unterstützt das Ablösen der Plazenta von ihrer Haftstelle.

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