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Kardiopulmonale Reanimation von Schwangeren

Ein Herzkreislaufstillstand kommt bei Schwangeren zwar selten vor, er kann jedoch für Mutter und Kind tödlich enden. Entscheidend für das Überleben von Mutter und Kind sind die Qualität und die Geschwindigkeit, in der Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden. Aspekte wie Fachwissen, Teamarbeit, Simulationstraining spielen eine wichtige Rolle für den Erfolg der Reanimation. Hebammen sind in besonderem Maße gefordert.

Herzkreislaufstillstand bei Schwangeren

Die Inzidenz kardialer Akutereignisse ist zwar abhängig von Lebensalter und Geschlecht, trotzdem sind auch Frauen im reproduktionsfähigen Alter betroffen.

Einen Kreislaufkollaps erleiden schwangere Frauen mit einer Häufigkeit von 0,3–0,6 %. Meist ist eine Verminderung des venösen Rückstroms zum Herzen, bedingt durch das reversible Vena-Cava-Kompressionssyndrom verantwortlich. Dieser vital nicht bedrohliche Zustand ist durch

  • konsequente Linksseitenlagerung,
  • O2-Gabe (100 %),
  • Blutdruck-Monitoring (Hypotension < 100 mmHg → verminderte Plazenta-Perfusion),
  • bedarfsgerechte Infusion zur Vorlasterhöhung (i.v.-Zugang oberhalb des Zwerchfells) und
  • die Identifikation und Beseitigung der Ursachen
  • ohne Schaden für Mutter und Kind zu beherrschen.

Ein Herzkreislaufstillstand (Sudden Cardiac Arrest, SCA) ist an den Leitsymptomen Asystolie – Blutdruckabfall – Bewusstlosigkeit – blasses Hautkolorit erkennbar.

Die Prävalenz ist durch die Zunahme anamnestischer mütterlicher Risikokonstellationen und durch die Zunahme von Schwangerschaftskomplikationen in den vergangenen Jahren gestiegen. Aktuell liegt die Prävalenz bei 1/12.000 Schwangeren.

Kardiopulmonale Reanimation der Schwangeren

Fachwissen, Teamarbeit, Wachsamkeit

Die Lebensgefährdung von Mutter und Kind ist bei kritischen Herzkreislauferkrankungen immanent. Diejenigen Medizinprofessionen, die diese seltenen Notfälle bewerten und beherrschen müssen, benötigen hierfür spezialisiertes Fachwissen gepaart mit großer Wachsamkeit. Außerdem ist eine multidisziplinäre und multiprofessionelle Teamarbeit notwendig.

Kardio-respiratorische Funktionen und (Labor-)Parameter passen sich physiologisch den Bedürfnissen der Schwangerschaft an. Diese Anpassung beeinflussen die Diagnostik und Therapie eines Herzkreislaufstillstands bei Schwangeren im Vergleich zur Reanimation bei Nicht-Schwangeren. Da durch die Schwangerschaft auch die klinische Einschätzung verändert wird, ist die Kenntnis dieser Veränderungen besonders wichtig, um Fehleinschätzungen und damit den Verlust wertvoller Zeit zu vermeiden.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Kardiopulmonale Reanimation von Schwangeren

Aus der Zeitschrift Die Hebamme 6/2016

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Quelle

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