Online-Beratung hilft Schwangeren beim Verzicht auf Tabak und Alkohol

Nach einer gelungenen Startphase wird das IRIS-Projekt um sechs Monate verlängert.

Der Konsum von Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft kann schwerwiegende körperliche und psychische Schäden beim ungeborenen Kind zur Folge haben. Auch wenn sich viele werdende Mütter in dieser Lebensphase mehr und anders mit den Risikofaktoren auseinander setzen, benötigen viele Hilfe beim Verzicht. IRIS wendet sich speziell an diese Frauen, motiviert und unterstützt die Schwangeren dabei, ihr Abstinenzvorhaben in die Tat umzusetzen. Deutschlandweit können Teilnehmerinnen ab 18 Jahren mitmachen. Das Programm ist anonym und kostenlos. Bis zu 500 schwangere Frauen, die mit Rauchen und Alkoholkonsum aufhören möchten, können sich bis April 2015 unter http://www.iris-plattform.de anmelden.

„IRIS II“ ist das erste therapeutische Online-Beratungs- und Behandlungsprogramm für tabak- und alkoholkonsumierende Schwangere in Deutschland. Entwickelt und betreut wird es am Universitätsklinikum Tübingen. Gefördert wird das Programm vom Bundesministerium für Gesundheit.

Prof. Dr. Anil Batra und Dr. Anette Stiegler von der Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung am Universitätsklinikum Tübingen bestätigen: „Die Resonanz der ersten Monate zeigt uns, dass das Interesse unter Schwangeren, Beratungsstellen, Ärztinnen und Ärzten groß ist“. Suchtexperte Batra: „Durch eine Verlängerung bis 2015 können wir nun noch mehr Frauen Unterstützung anbieten, die in der Schwangerschaft den Alkohol- oder Zigarettenkonsum einstellen wollen.“

Schwangere, volljährige Konsumentinnen von Tabak und/oder Alkohol durchlaufen mit „IRIS II“ ein zwölfwöchiges Programm. Sie können zwischen einem speziellen Tabakprogramm, einem Alkoholprogramm oder einem Programm bei kombiniertem Konsum wählen. Ein Teil der Teilnehmerinnen erhält wöchentlich persönliche E-Mail-Unterstützung durch einen professionellen E-Coach. Dabei werden bewährte und in ihrer Wirksamkeit gut untersuchte (psycho-) therapeutische Techniken angewandt.

Anmeldungen bis April 2015 möglich unter  www.iris-plattform.de

Quelle: Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung/Universitätsklinikum Tübingen

 

 

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