Samstag, 13. Mai 2017

Programm

  • Erwachsenen-Reanimation durchgeführt durch die Euregio-med Notfallmanagement GbR

    In diesem Workshop erwerben Sie durch einen Kurzvortrag und zwei Übungsstationen in Kleingruppen das notwendige theoretische und vorallem praktische Handwerkszeug, um eine kritische Notfallsituation zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes ist Handlungskompetenz gefragt, die in Stresssituationen automatisiert abgerufen werden muss. Durch einen strukturierten didaktischen Aufbau, engagierte Dozenten und moderne Reanimationssimulatoren wird Ihnen diese Handlungskompetenz demonstriert und vermittelt.

    Jede Teilnehmerin erhält ein Handout mit den wichtigsten Fakten sowie den Algorithmen des European Resuscitation Councils.

    5 Kurse zu je 2 UE à 20 Teilnehmer durchgehend von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

  • Terminüberschreitung und Geburtseinleitung

    Samstag, 13.05.2017: 9:00 - 10:00 Uhr

    Referentin: Dr. Bärbel Basters-Hoffmann

    Zunächst setze ich mich mit der Problematik der Terminbestimmung auseinander und kläre die Begrifflichkeit von Terminüberschreitung und Übertragung.

    Ich kläre mit Ihnen, welche Mütter mit einem erhöhten Risiko in die Terminüberschreitung gehen, unserer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen und welche Überwachungsmöglichkeiten wir haben.

    Anschließend zeige ich verschiedene medikamentöse und mechanische Optionen zur Geburtseinleitung auf, auch unter Berücksichtigung besonderer geburtshilflicher Situationen wie Zustand nach Sectio, BEL oder Zwillinge.

    Nicht zuletzt möchte ich das Augenmerk darauf richten, wie Mütter Geburtseinleitungen erleben und bewerten und wie wir dabei unterstützend tätig sein können.

    • Geburtstermin ist ein Zeitraum – kein Zeitpunkt.
    • Es gibt Risikogruppen, die in der Terminüberschreitung unsere besondere Aufmerksamkeit brauchen.
    • Es ist von Vorteil, über ein Repertoire an Einleitungsverfahren zu verfügen, um das Vorgehen individuell anpassen zu können.
  • Der Weg zurück: Wenn Wundheilung und Rückbildung ins Stocken geraten

    Samstag, 13.02.2017: 10:30 - 11:30 Uhr

    Referentin: Esther Göbel

    Die Aufgaben von Hebammen in der Wochenbettbetreuung werden stark unterschätzt, von Krankenkassen und von uns Hebammen selbst: „Ich mache ja nur Nachsorgen…“.

    Uns begegnen Frauen mit Nahtschmerzen, die noch lange bestehen, weil das Geburtsgeschehen noch nicht verarbeitet ist. Frauen, deren Rückbildung ins Stocken gerät, weil noch niemand den Begriff Wochenbett erwähnt hat. Was bedeutet es in unserer heutigen Gesellschaft „in den Wochen“ zu sein? Manchmal gibt es einen schnellen guten Start, doch dann werden die Brustwarzen wund, weil das Baby seine Geburt noch sehr verbissen sieht oder weil die dauernde Nähe des Kindes an den Ressourcen der Mutter zehrt.

    Die Wochenbettbetreuung ist wichtig, weil die heilsame Nachsorge nach der Geburt die beste Vorsorge für eine neue gute Schwangerschaft ist. Ein gutes Wochenbett ist wie ein guter Abstieg vom Berg. Mit wie viel Freude Frauen ihr Muttersein sehen, hat sehr viel mit dieser Zeit zu tun.

    Frauen brauchen Begleitung auf dem Weg zurück.

  • Der juristische Notfallkoffer für Hebammen

    Samstag, 13.05.2017: 11:30 - 12:30 Uhr

    Referent: Dr. Sebastian Almer

    Wer in der Geburtshilfe tätig ist, sieht sich mit einer paradoxen Situation konfrontiert: Einerseits sind die Risiken für Mutter und Kind in den letzten Jahrzehnten angesichts der Errungenschaften der modernen Medizin und der hohen Qualität der Hebammenkunst deutlich gesunken. Andererseits ist für Hebammen und ÄrztInnen das Risiko, in die Haftung genommen zu werden, laufend gestiegen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die deutschen Gerichte und das Patientenrechtegesetz hohe Anforderungen an die Aufklärungspflicht, Dokumentation und ordnungsgemäße Organisation stellen.

    Gut zu wissen, dass umsichtiges Verhalten nach einem Zwischenfall bei der Geburt oft Schlimmeres verhüten und nicht selten sogar eine rechtliche Auseinandersetzung gänzlich verhindern kann. In dem juristischen Notfallkoffer für Hebammen stellt Rechtsanwalt Dr. Sebastian Almer zehn wichtige Empfehlungen vor, die helfen dieses Ziel zu erreichen.

    Take home messages:

    • Bieten Sie Ihrer Patientin auch nach einem Zwischenfall ein offenes Gespräch an.
    • Achten Sie gerade nach einem Zwischenfall auf eine vollständige Dokumentation.
    • Lassen Sie sich nach einem Zwischenfall juristisch beraten, wenn sich eine rechtliche Auseinandersetzung ankündigt.
  • Podiumsdiskussion Freud und Leid von QM, Leitlinien und Co

    Samstag, 13.05.2017: 14:20 - 15:20 Uhr

    Die Frage nach der Qualität von Hebammenarbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung:
    Seit 1999 werden Qualitätskriterien der außerklinischen Geburtshilfe systematisch von der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe QUAG e.V. erfasst und ausgewertet. Im Dezember 2014 veröffentlichen der Verbund Hebammenforschung und das deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in
    der Pflege DNQP den Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt.
    Hebammen, die ihre Arbeit innerhalb des SGB V abrechnen, sind ab Mai 2018 gesetzlich verpflichtet, diese Arbeit in einem Qualitätsmanagement-System darzulegen.
    Aktuell werden die beiden S3-Leitlinien Kaiserschnitt und vaginale Geburt von Hebammen und Ärztinnen und Ärzten in einer Kooperation entwickelt, in der die beiden Berufsgruppen gleichrangig sind – ein Novum Ziel all dieser Werkzeuge ist, die Qualität in der Hebammenarbeit zu sichern und zu verbessern. Doch lohnt sich der Aufwand für die Entwicklung und die Anwendung dieser Werkzeuge tatsächlich?
    Hören Sie den Impulsvortrag von Prof. Dr. Astrid Elsbernd. Sie hat die Konferenz geleitet, in der der Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt mit Hebammen und beteiligten Berufsgruppen diskutiert und konsentiert wurde.

    Diskutieren Sie mit diesen Expertinnen auf dem Podium:

    • Denize Krauspenhaar, Referentin für Qualitätsmanagement im Hebammenwesen vom Deutschen Hebammenverband e. V.
    • Martina Eirich, freiberufliche Hebamme
    • Sarina Rottmann, Projektbeauftragte eines Krankenhauses, in dem der Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt modellhaft eingeführt wurde
    • Prof. Dr. Reinhild Schäfers, Mitglied in den beiden Leitliniengruppen Kaiserschnitt und Vaginale Geburt, beteiligt am Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt)
    • Anke Wiemer, Mitglied der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V.(QUAG).
  • Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen: erkennen, angrenzen, behandeln

    Samstag, 13.05.2017: 15:20 - 16:20 Uhr

    Referentin: Dr. Monika Berns

    Über die Hälfte aller reifen Neugeborenen sind von einer Hyperbilirubinämie betroffen. Ihren Höhepunkt erreicht sie fast immer dann, wenn sich Mutter und Kind in der ambulanten Wochenbettbetreuung durch die Hebamme befinden.

    Die transkutane Bilirubinbestimmung ist ein einfaches und verlässliches Instrument zur Abschätzung der Gelbsucht und bietet die Möglichkeit, eine Vorhersage über deren weiteren Verlauf zu treffen.

    Durch ein Screening aller Neugeborenen können Kinder mit dem Risiko für eine schwere und behandlungsbedürftige Hyperbilirubinämie erkannt werden. Falls nötig, können Intervalle für Kontrollen festgelegt werden. Bei prompter Therapieeinleitung kann eine irreversible Schädigung – der Kernikterus – verhindert werden.

    Diese gemeinsame Aufgabe kann als Prüfstein der Qualität für die Zusammenarbeit aller an der Betreuung eines Neugeborenen beteiligten Berufsgruppe dienen.

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