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Bauch schmerzt Rücken

Eine sportliche Frau Anfang 50 leidet seit 1 Jahr unter Schmerzen im unteren Rücken. Die Schmerzintensität ist stark situations- und lageabhängig. Osteopathische Tests zeigen, dass das Colon sigmoideum über das Mesocolon Zug auf verschiedene Muskelketten und das linke Os ilium ausübt, was die Schmerzen auslöst. Mit wenigen Behandlungen lassen sich die Dysfunktionen beheben. Eine Beseitigung der Obstipation führt letztlich zur Schmerzfreiheit.

DIE 51-JÄHRIGE Bärbel K. kommt wegen wiederkehrender Schmerzen linksseitig im lumbosakralen Bereich zu mir in die Praxis. Zeitweise ziehen die Schmerzen bis in ihre linke Gesäßhälfte hinab. Wann die Schmerzen erstmals auftraten, kann die Patientin nicht exakt benennen, auch nicht, was die Schmerzen ausgelöst haben könnte. Sie erinnert sich nur daran, dass die Schmerzen vor ca. 1 Jahr „schleichend angefangen haben“.

Bärbel K. besucht 2-mal wöchentlich die von der VHS angebotene Funktionsgymnastik. Bis vor einem Jahr lief sie zudem 3-mal die Woche eine Strecke von ca. 4 km. Doch dann traten die Schmerzen im lumbosakralen Bereich auf, manchmal auch während des Laufens. Mitunter wurden sie so stark, dass Bärbel K. nach etwa 10 min den Lauf abbrechen musste. Sie hat das Laufen daraufhin ganz eingestellt, weil sie keine Schmerzen provozieren möchte.

Die Patientin leitet das Büro einer Rechtsanwaltskanzlei und sitzt überwiegend am Schreibtisch. Im Sitzen spürt sie die Schmerzen nur selten und dann auch nur leicht ausgeprägt. Wechselt sie jedoch schnell aus der Sitzposition in den Stand, fühlt es sich mitunter an, als ob in ihren unteren Lendenbereich auf der linken Seite „jemand mit einem Messer einsticht“. Nachts hat Bärbel K. nie Schmerzen. Auch das Umdrehen im Bett gelingt ihr schmerzfrei. Morgens ist das Aufstehen aus dem Bett mitunter beschwerlich, weil sich ihre LWS dann „wie steif anfühlt“.

Bärbel K. ist 175 cm groß und wiegt 69 kg, Puls und Blutdruck sind altersentsprechend unauffällig. Bei einer Routine-Blutuntersuchung zeigen sich ebenfalls keine von der Norm abweichenden Werte. Auf einer mitgebrachten MRT-Aufnahme ist ein altersgemäßer Verschleiß der LWS zu erkennen. Protrusion, Hinweise auf einen Prolaps oder verengte Zwischenwirbellöcher (Foramen intervertebrale) sind keine zu sehen. Auch eine Wirbelsäulenstenose kann aufgrund der Aufnahme ausgeschlossen werden. Die Gefäße im Abdomen und Becken stellen sich unauffällig dar.

Nach Operationen gefragt gibt Bärbel K. an, dass bei ihr im Alter von 15 Jahren eine komplikationslose Appendektomie durchgeführt worden sei, die Narbe sieht unauffällig aus. Ein Supinationstrauma mit Bänderdehnung, einen Bänderriss oder andere traumatisch bedingte Verletzungen, z. B. durch einen Verkehrsunfall oder einen Treppensturz, hat sie bisher keine erlitten. Chronische Erkrankungen sind ihr keine bekannt, Medikamente nimmt sie ebenfalls keine ein.

Magga Corts, Referentin auf der HP-Sprechstunde: Frauen

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: BAUCH schmerzt RÜCKEN

Aus der Zeitschrift DHZ 3/2014

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Im Rahmen des 34. Deutschen Heilpraktikertages findet am 29. April 2017 die HP-Sprechstunde mit dem Schwerpunkt auf den Frauen statt. Die Referenten stellen Ihnen auf diese Patientengruppe ausgerichtete Behandlungskonzepte vor.

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