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4 Fachleute – 4 Behandlungsstrategien: Östradiol-Progesteron-Dysbalance

Vier Experten stellen Ihnen Behandlungskonzepte aus der Regulationstherapie mit bioidentischen Hormonen, der Therapeutischen Frauen-Massage, der TCM und der Spagyrik bei Östradiol-Progesteron-Dysbalancestellen vor.

1 Regulationstherapie mit bioidentischen Hormonen

Die Behandlung mit potenzierten Hormonzubereitungen hat sich in Kombination mit anderen Verfahren bewährt. Hormonzubereitungen unterliegen in der Potenz D4 nicht der ärztlichen Verschreibungspflicht. Behandelnde sollten vor deren Anwendung dennoch unbedingt eine qualifizierte Weiterbildung zur Hormonbehandlung besuchen.

Der 1. Schritt ist immer das Anamnesegespräch, es kann bereits Hinweise auf hormonell bedingte Störungen geben. Im 2. Schritt wird der Hormonstatus bestimmt (Salivadiagnostik). Häufig finden sich Dysbalancen zwischen Östradiol und Progesteron in verschiedenen Varianten:

  • hohe Östradiol- und normale bis niedrige Progesteronspiegel (Östrogendominanz)
  • niedrige Östradiol- aber noch niedrigere Progesteronspiegel (relative Östrogendominanz)

Das Verhältniss der Hormone zueinander ist hier wichtig.

Behandlungsstrategien

Verabreicht wird Progesteron D 4 Creme im Glashubspender (Marktapotheke Greiff). Die Dosierung ist Präzisionsarbeit, es muss abhängig von den Beschwerden und Hormonwerten sehr individuell dosiert werden.

  • Anwendung bei regelmäßigem Zyklus: 1- bis 2-mal tgl. je 1–4 Hub auftragen (erst nach der Ovulation)
  • Anwendung ab der Menopause: Variante 1: 3 Wochen lang 1- bis 2-mal tgl. je 1–4 Hub auftragen, 1 Woche pausieren, wiederholen. Variante 2: 5 Tage 1- bis 2-mal tgl. je 1–4 Hub auftragen, 2 Tage pausieren, wiederholen

In Abständen von 3–6 Monaten die Hormonspiegel im Speichel kontrollieren und die Dosierung eventuell anpassen.

Zu beachten: Nebenniere, Schilddrüse und Gonaden beeinflussen sich über die von ihnen produzierten Hormone wechselseitig (ggf. Hormonstatus bestimmen). Zusätzlich für ein intaktes Darmmikrobiom sorgen, Leberfunktion unterstützen, Mikronährstoffdefizite ausgleichen (insbesondere bei Vitamin B6- und Vitamin D-Mangel).

Die Therapie mit bioidentischen Hormonen mit anderen Verfahren wie Homöopathie, Spagyrik, TCM oder manuellen Verfahren (TFM) kombinieren, um erfolgreich zu behandeln.

HP Silke Uhlendahl
Bochumer Landstr. 397
45279 Essen
Internet: www.praxis-sichtzeichen.de

2 Mit TFM Hormonproduktion und Stoffwechsel anregen

Während des Klimakteriums stellen die Eierstöcke langsam die Hormonproduktion ein. Die Produktion der Östrogene und des Progesterons können durch ein Unwinding der Gonadenpunkte angeregt werden. Dazu werden entweder die Gonaden mit kreisenden Bewegungen der Fingerbeeren direkt an der Symphysenkante für einige Minuten stimuliert oder reflektorisch über die Reflexpunkte der Eierstöcke, die sich 3 fingerbreit darüber befinden.

Hitzewallungen sind Ausdruck eines plötzlich abfallenden Östrogenspiegels im Blut. Treten sie auf, ist die Akupressur der sog. Night Sweating Spots auf dem Schädeldach hilfreich. Man findet diese, wenn man die Handballen am Haaransatz der Stirn auflegt und Zeige- und Ringfinger abspreizt. Die Spitzen beider Finger liegen dann auf den Punkten auf.

Nebennieren anregen

Mit schwindender ovarialer Reserve gewinnen die Nebennieren zunehmend als Hormonproduzenten an Bedeutung: Je weniger Östrogene in den Eierstöcken produziert werden, umso mehr Bedeutung kommt den Nebennieren als Produktionsort für Östradiol und Östron (dem sog. Speicherhormon der Östrogengruppe) zu. Die Hormonproduktion der Nebennieren lässt sich mit sanften Vierteldrehungen auf Höhe Th 9 anregen.

Das Absinken der Hormone während des Klimakteriums und die relative Östrogendominanz sind auch für die mangelnde Stresstoleranz verantwortlich. Über die Arbeit an den Nebennieren kann ebenfalls die HPA-Achse (Hypophysen-Nebennierenrinden- Achse) angesprochen werden. Zudem wirken die gleichförmigen Streichungen, mit denen die Therapeutische Frauen- Massage (TFM) zum Zwecke der Drainage arbeitet, entspannend und dadurch zugleich stressreduzierend.

Die Behandlung der Nierenzone wirkt entstauend und ausleitend, sodass darüber auch der Abfluss von Wasseransammlungen und Ödemen in den Geweben gefördert werden kann.

Der sich im Klimakterium verlangsamende Stoffwechsel wird in der TFM über die Lymphatische Grundbehandlung sowie die Stärkung von Leber und Nieren angeregt. Auch die 7-minütige Schilddrüsenbehandlung dient der Steigerung des Metabolismus.

HP Claudia A. Pfeiffer
Arndtstr. 19
66121 Saarbrücken
E-Mail: mail@claudiapfeiffer.com

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Aus der Deutschen Heilpraktiker Zeitschrift 7/2015

 

Stephanie Meurer Treffen Sie u.a. Steffi Meurer während des 33. Deutschen Heilpraktikertages

... und erleben Sie sie im Vortragsstrang „Forum DHZ: 4 Fachleute – 4 Behandlungsstrategien“.

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