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Beschreibung eines Malnutrition-Management-Programms für onkologische Patienten

Mangelernährung kann im Kontext einer Tumorerkrankung auftreten und ist unter onkologischen Patienten weit verbreitet. Der Wechsel vom stationären zum ambulanten Versorgungssektor muss vielfältigen Ansprüchen gerecht werden und kann mit Informationsverlusten verbunden sein. Um dieser Schnittstellenproblematik mit einem effektiven Konzept zu begegnen, sollten Faktoren für ein nachhaltiges Ernährungsprogramm für mangelernährte onkologische Patienten eines akademischen Lehrkrankenhauses bestimmt werden.

Die Krebserkrankungsrate liegt in Österreich bei jährlich etwa 38 000 Neuerkrankungen. Sie stellt nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache dar. Weltweit steigt die Zahl von neuen Krebsdiagnosen. Häufig entwickelt sich bei Patienten mit aktiver Tumorkrankheit eine Mangelernährung. Der Gewichtsverlust begünstigt zahlreiche negative Nebenwirkungen wie verminderte Leistungsfähigkeit und reduzierte Lebensqualität, bedeutet aber auch schlechtere Toleranz für die antitumorale Therapie. Des Weiteren besteht bei Mangelernährung in der Onkologie ein Zusammenhang mit einer verlängerten Krankenhausverweildauer. Zahlreiche Studien belegen, dass zwischen 20 und 50 % aller hospitalisierten Patienten in den Industrieländern mangelernährt sind. Abhängig von der Tumorentität verlieren 31–87 % der onkologischen Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung an Gewicht. Bei 15 % kam es bereits in den letzten 6 Monaten vor Diagnosestellung zu einer ungewollten Reduktion von mehr als 10 % ihres Ausgangsgewichts. Somit kann Mangelernährung im Kontext einer Tumorerkrankung auftreten und ist bei onkologischen Krankheitsbildern weit verbreitet. Der Wechsel vom stationären zum ambulanten Versorgungssektor muss vielfältigen Ansprüchen gerecht werden und kann mit Informationsverlusten verbunden sein. Ziel der Arbeit war es, Faktoren für ein nachhaltiges Ernährungsprogramm für mangelernährte onkologische Patienten in einem akademischen Lehrkrankenhaus (Krankenhaus Braunau, Österreich) zu ermitteln, um dieser Schnittstellenproblematik mit einem effektiven Konzept zu begegnen.

Methodik

Ist-Situation
Im Jahr 2015 betreute das Krankenhaus 459 onkologische Patienten. Diese Zahl umfasst ausschließlich Hauptdiagnosen (sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich). Des Weiteren wurden 152 Patienten chemotherapeutisch behandelt (stationär und tagesstationär); nicht enthalten sind ambulante orale Therapien.

In die Ist-Erhebung flossen Auskünfte über die Zuweisungssituation, Laborparameter, Screening-Maßnahmen etc. ein. Zur Basisdokumentation für Tumorkranke im Krankenhaus gehört die präzise Erfassung der Körpermaße. Eine exakte Aufzeichnung des Gewichts in der Onkologie findet bei jeder stationären Aufnahme der Patienten und somit auch vor jeder geplanten Chemotherapie statt.
Ein Ernährungsassessment für Mangelernährungsrisiko (Durchführung eines Ernährungsscreenings mittels AKE-Screening-Bogen sowie bei Bedarf eine Verzehrkontrolle) wurde bisher nur in einigen wenigen Bereichen des Krankenhauses im Jahr 2013 implementiert. Aktuell erfolgt jedoch kein Ernährungsscreening im gesamten onkologischen Sektor. Zuweisungssituation: Im stationären Setting ist eine psychologische Betreuung in ausreichendem Umfang vorhanden, eine Physiotherapie steht bedarfsweise zur Verfügung. Nicht routinemäßig erfolgt eine diätologische Konsultation.

Empirische Analyse

Der empirische Teil der Arbeit erfolgte mit einer qualitativen Analyse in Form von 8 Experteninterviews.
Auswahl der Interviewpartner
Die befragten Experten wurden durch eine bewusste Entscheidung ausgewählt und damit nicht durch eine Stichprobe ermittelt.

Kriterien für diese Wahl waren:

-Bezug zur Thematik Onkologie
-möglichst erfahrene Personen aus den unterschiedlichsten Disziplinen
-Gesprächspartner je zur Hälfte vom intramuralen Bereich und zur anderen Hälfte vom extramuralen Sektor

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Beschreibung eines Malnutrition-Management-Programms für onkologische Patienten

Aus der Zeitschrift e&m – Ernährung und Medizin 3/2018

 

 

 

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