Wie Matrix und biologisches Rhythmussystem miteinander verknüpft sind

Summary

Schlaflosigkeit, Winterdepressionen, verminderte Leistungsfähigkeit und Verhaltensauffälligkeiten. Das sind nur einige Beispiele für Störungen, die entstehen, wenn die Rhythmen im menschlichen Körper aus dem Takt geraten. Denn gesund und leistungsfähig ist unser Organismus nur dann, wenn all seine Funktionen synchron aufeinander abgestimmt sind. Doch welche Funktionen sind im Körper eigentlich wie getaktet? Welche Rolle spielt dabei die Matrix? Und ist Stress immer ungesund?

Die Medizin hat erkannt, dass der Einfluss von Stress bei der Entstehung chronischer Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielt. Man kann aber auch einen Schritt weiter gehen und sagen: Stress ist der Weg in die Gesundheit wie in die Krankheit. Doch warum ist das so?

 

Regenerationsphasen sind das A & O

Jeder Organismus zeigt seine Lebendigkeit in der Variabilität und Adaptionsfähigkeit seiner Rhythmen und Funktionen auf Reizeinwirkung (Stressoren). Die einzelnen systemspezifischen biologischen Rhythmen verändern sich dabei zueinander. Beobachtet man das Phänomen Stress einmal genauer, findet man immer einen endogenen Stressor (z. B. Störfeld, Ängste, Hypertonie) und/oder exogenen Stressor (z. B. Kälte, Lärm, Arbeitsüberlastung) als Auslöser komplexer Stressprozesse im Organismus. Diese Stressprozesse setzt der Organismus gezielt als Reaktion auf den Stressor ein, um eine Antwort für ihn zufinden und ihm diese mitzuteilen. Diesen evolutionären Prozessablauf beschrieb Virchow 1869 als einen Akkommodationsprozess: Bei funktionierendem Verlauf führt er immer zum Wohlfühlen, verstanden als Gesundheit; bei nicht ausreichendem Verlauf dagegen immer zum Unwohlsein, verstanden als Krankheit.

Überfordern übermäßig intensive und lang anhaltende Reizeinwirkungen (z. B. hohes Arbeitspensum, psychische oder physische Dauerbelastung, Störfeldbelastung) die Adaptationsfähigkeit des Organismus, entsteht Stress: Die Matrix verliert zunehmend ihre Fähigkeit, in den Zustand der Ruhe-Rhythmik zurückzufinden – und damit die Fähigkeit der Regeneration.

Dauerstress von gleichbleibender Intensität oder starke kurzfristige psycho-physische Traumata stören das Zusammenspiel einzelner Rhythmen anhaltend und führen letztlich zum Verlust der Selbstordnungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit innerhalb des Grundregulationssystems: Es kommt zur Regulationsstarre oder Therapieresistenz. Vergleicht man das harmonisch aufeinander abgestimmte, kohärente Zusammenspiel aller biologischer Rhythmen mit einem Orchester, so klingt das Orchester Mensch unter Stress disharmonisch.

Aus dieser Sichtweise betrachtet regeln alle Kommunikations-, Informations- und Regelungsprobleme innerhalb der Matrix den labilen Gleichgewichtszustand zwischen Gesundheit und Krankheit. Somit bildet das Bindegewebe den zentralen Schauplatz lebenswichtiger Prozesse – gesteuert und erhalten durch einen gesunden und tragfähigen Rhythmus, der unter Stress sowohl adaptiv als auch destruktiv reagieren kann (A. Heinen). Therapeutisch ist es somit unerlässlich, Diagnose- und Therapieverfahren zu etablieren, die Aussagen zu den Rhythmen im Körper geben können bzw. sie beeinflussen.

 

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Aus der Zeitschrift DHZ Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift