• Kopfschmerz

     

Osteopathische Aspekte bei akutem Kopfschmerz

Lokale Schmerzsymptome sind nur singuläre Zeichen einer überforderten Selbstregulation. Eine osteopathische Behandlung sollte alle Bereiche des Organismus ansprechen, um die körpereigene Mobilität zur Selbstheilung zu nutzen. Nicht der Therapeut heilt, sondern immer noch der Körper sich selbst.

„Was von selbst kam, geht auch wieder von selbst”

Wer hat diesen Spruch nicht schon gehört oder selbst gesagt? Wie bei vielen anderen Volksweisheiten auch, verbirgt sich dahinter ein tieferer Sinn: die Fähigkeit unseres Organismus zur Selbstregulation. Dieser ist ununterbrochen damit beschäftigt, das Gleichgewicht (Homöostase) zwischen inneren und äußeren Anforderungen zu halten und zu erhalten. Vor allem aber gleicht er ständig Störungen beispielsweise im Stoffwechsel, im Hormonhaushalt oder bei den Muskeln aus oder integriert sie in bestehende Regelkreise.

Selbstheilung funktioniert im Idealfall von selbst, schnell und unbemerkt. Nur manchmal braucht sie etwas mehr Zeit und ist mit Schmerzen verbunden, die aber auch wieder von alleine verschwinden.

Erst wenn zu viele körperliche oder geistige, möglicherweise auch miteinander konkurrierende, Anforderungen gleichzeitig auf den Organismus einwirken, kommt es zu einer Überlastung der Regulationsfähigkeit. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich der Mensch einseitig oder denaturiert ernährt, er seinen Körper zu wenig bewegt, gleichzeitig seine psychosoziale Belastung zunimmt und er dennoch körperlich-geistige Höchstleistungen erbringen soll.

Die Folge: Akute Beschwerden wie Kopfschmerzen können sich einstellen.

Jede dauerhafte oder akute Störung im Gewebe - hervorgerufen beispielsweise durch eine Verletzung (Trauma), Narbe oder Entzündung - hinterlässt eine neuronale Informationsspur, die sich bis zum Rückenmark verfolgen lässt (afferente Faszilitation). Anhaltende und überlastende Reize in einem Rückenmarksegment überfordern die Regulationsfähigkeit des Organismus, so dass schmerzhafte Beschwerden auftreten können.

Osteopathische Behandlung von Kopfschmerzen

In meiner täglichen praktischen Arbeit stelle ich oft fest, dass Kopfschmerzen ihre Wurzeln in vielen Bereichen des Organismus haben können, die ich in aufgelistet habe. Da jeder Teil mit dem Gesamtsystem vernetzt ist, findet zwischen allen Ebenen ein permanenter Austausch statt; folglich sind mehrere Bereiche zur gleichen Zeit am selben Schmerz beteiligt.

Die Kunstfertigkeit des Osteopathen besteht darin, diejenigen Bereiche zu identifizieren, die einen Bewegungs- und Mobilitätsverlust (Dekompensation) zeigen und anhand derer sich ein anatomischer Bezug zu den akuten Beschwerden herstellen lässt. Eine osteopathische Behandlung umfasst neben der genauen Anamnese die Palpation und die manuelle Untersuchung in den genannten Bereichen. Mithilfe dieser Techniken kann der Osteopath aufspüren, in welchem Bereich es echte Pathologien oder Regulationsstörungen gibt. Ziel einer osteopathischen Behandlung ist es, funktionelle Störungen durch Mobilisation zu beheben oder zu kompensieren. Leben ist Bewegung und Beweglichkeit.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Osteopathische Aspekte bei akutem Kopfschmerz

Aus der Zeitschrift Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 2/2006

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