Vier Fachleute – Vier Behandlungsstrategien Schulter-Arm-Syndrom

Die Behandlung unserer Patienten gestaltet sich individuell und ganzheitlich. Deshalb sind die vorgestellten Therapiestrategien unserer Praktiker selbstverständlich keine wahllos zu übernehmenden „Kochrezepte“, sondern vielmehr Anregungen aus dem großen Spektrum heilpraktischer Möglichkeiten. Profitieren Sie von den Erfahrungen Ihrer Kollegen – lassen Sie sich inspirieren für Ihre Praxis und Ihre Patienten!

Mit gezielten Griffen und Injektionen behandeln

Einem Schulter-Arm-Syndrom können Traumata, Fehlbelastungen, degenerative Schultergelenkveränderungen, ein HWS-Syndrom oder myofasziale bzw. viszerale Dysfunktionen zugrunde liegen. In der Chiropraktik behandeln wir insbesondere die parietalen Dysfunktionen, die zu einer Schulter-Arm-Problematik führen können. Neben den segmentbezogenen Schmerzauslösern aus dem Bereich der HWS (insbesondere Blockaden im Segment C 4/5 und im zervikothorakalen Übergang) können Ursachen für parietale Dysfunktionen sein:

• Blockaden der Klavikulargelenke (Akromioklavikulargelenk/ Sternoklavikulargelenk [SCG])
• Adhäsionen im Schultergelenk
• Hochstand der 1. Rippe
• Verengung der Scalenuslücke (Plexus brachialis)
• Hypertension M. pectoralis minor (Plexus brachialis)
• Hypertension M. latissimus (Innenrotation Humoralgelenk, ISG auf Blockade prüfen)

Kontraindikationen für eine chiropraktische Behandlung sind: Fraktur, Tumoren, Entzündung, Infektion, Durchblutungsstörung, Bandscheibenprolaps bzw. -protrusion.

Behandlungskonzept

Liegt ein Komplex parietaler Dysfunktionen vor (Diagnose: Blockade im Segment C 4/5, C 7/Th 1, Dysfunktion im Schultergelenk, Restriktion der Klavikula im SCG, Blockade des Iliosakralgelenks [ISG]) wird nach dem Ausschluss von Kontraindikationen am Achsenorgan (WS) mit den Manipulationen begonnen. Mit Impulstechniken werden die blockierten WS-Segmente der HWS und das ISG sowie das SCG befreit. Anschließend wird das Schultergelenk nach dorsal und kranial mobilisiert. Die Dysfunktion im Schultergelenk wird mit der Hebeltechnik über die Achselhöhle korrigiert. Unterstützend kann mit neuraltherapeutischen Techniken behandelt werden. Die Behandlung erfolgt 1-mal wöchentlich und kann bei abklingender Symptomatik in zeitlich größeren Abständen erfolgen,

• Segmentale Infiltration an den WS-Segmenten und am ISG: Lactopurum® 5 ml i.m. + Ledum® 2 ml i.m. (beides Fa. Pflüger) oder Hanomyloticum 5 ml i.m. (Fa. Hanosan)
• Quaddelung über dem Schultergelenk mit einer Mischinjektion: Procain 2 % 2 ml i.c. + Chiroplexan® i.c. (Fa. Pflüger) in einer Reihe von der hinteren Axillarfalte über das Akromioklavikulargelenk bis zur vorderen Axillarfalte
• Infiltration der Muskelansätze am Tuberculum majus (Triggerpunkt aufsuchen) mit z. B. Infi Para H® 5 ml (Fa. Infirmarius) + Lymphdiaral® 2 ml (Fa. Pascoe)

Lesen Sie den gesamten Beitrag aus der DHZ-Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift: Vier Fachleute – Vier Behandlungsstrategien Schulter-Arm-Syndrom

Quelle: Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift; Vier Fachleute – Vier Behandlungsstrategien Schulter-Arm-Syndrom