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Therapie mit Weihrauch bei Morbus Crohn

Die Studie „Therapie des aktiven Morbus Crohn mit dem Boswellia-serrata-Extrakt H15“ erbrachte den Nachweis, dass eine Therapie mit Boswellia-serrata-Extrakt H15 der Behandlung des aktiven Morbus Crohn mit Mesalazin nicht unterlegen ist. Bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Verträglichkeit ist im Sinne einer Nutzen-Risiko-Bewertung der Boswellia-serrata-Extrakt H15 günstiger zu bewerten als Mesalazin. Die Studie PS0201B0 bestätigt die gute Verträglichkeit des neuen Boswellia-serrata-Extraktes Boswelan® in der Langzeitbehandlung. Leider konnte in dieser Studie nicht einmal eine Tendenz bezüglich einer Wirksamkeit nachgewiesen werden. Daher ist davon auszugehen, dass Weihrauch zur Remissionserhaltung bei Morbus Crohn nicht wirksam ist.

Therapeutische Erfahrungen

Die Therapieerfahrungen mit Boswellia-serrata-Extrakt H15/Sallaki-Gufic bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) stützen sich seit 1993 auf die schulmedizinischen Therapieansätze und Leitlinien sowie auf die komplementäre Therapie mit H15 bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen – speziell mit den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Anfangsdosierung

Zu der zumeist bei Therapiebeginn bestehenden Standardtherapie mit Kombinationen von Salizylaten, Kortikoiden und Immunsuppressiva wird zusätzlich in der Regel mit einer Dosis von 3-mal 2 Tabletten H15/Sallaki der Firma Gufic à 400 mg (2,4 g) – rezeptpflichtig – begonnen. Ziel war es, die bestehende Kortikoidtherapie mit ihren zahlreichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) auszuschleichen.

Das Präparat H15 Gufic ist ein Gesamtextrakt aus dem Harz des indischen Weihrauchbaumes Boswellia serrata. Einer seiner Inhaltsstoffe, die Boswelliasäuren, wirken als spezifischer 5-Lipoxygenasehemmer und vermindern die Entstehung von Leukotrienen und damit die zelluläre Immunreaktion.

Einnahme

H15-Tabletten werden vor oder nach dem Essen eingenommen. Wir empfehlen, die Tabletten vor dem Schlucken zu zerbeißen oder sie in ein Trinkglas mit einem Fingerbreit Leitungswasser zu geben. Im Wasser zerfallen die Tabletten in ca. 20 min, vor dem Trinken sollte der Patient das Glas einmal kurz schwenken.

Verträglichkeit

H15 Gufic wird von den Patienten gut vertragen. Nur wenige beklagen den eigentümlichen Weihrauchgeschmack. Dieser kann durch die Einnahme in Form von Gelatinekapseln vermieden werden. Oberbauchbeschwerden wurden kaum berichtet. Sehr selten traten allergische Exantheme meist in Verbindung mit einem Infekt auf. Bei jeweils negativer dermatologischer Austestung setzten die Patienten die begonnene H15-Therapie fort.

Kortisonbedingte unerwünschte Arzneimittelwirkungen, wie Fresssucht mit zwangsläufiger Gewichtszunahme mit „Mondgesicht“ und „Stiernacken“, Steroid-Diabetes, Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression, dünne Haut und Osteoporose, wurden bei unseren Patienten unter der Boswelliatherapie bisher nicht beobachtet. Es traten deutlich weniger Erkältungsinfekte in den Wintermonaten auf.

Medikamentenreduktion

Bei spürbarem Wirkungseintritt der H15-Gufic-Therapie mit Nachlassen der Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe haben wir die Patienten angehalten, ihre Vormedikation bei konstantem Wohlbefinden wöchentlich um eine Tablette zu reduzieren. Dabei konnten wir in der Regel mit dem Kortison beginnen und über eine Reduzierung der Dosierung von 20 mg auf 15 mg auf 10 mg und 10 mg jeden zweiten Tag das Kortison schließlich absetzen; anschließend die Salizylate. Schließlich wurde auch die H15-Monotherapie nach 4 bis 6 Wochen langsam reduziert und eine H15-Erhaltungstherapie-Dosis ermittelt.

Akuter Schub

Im Falle eines akuten Schubes der Grunderkrankung mit erhöhten Entzündungsparametern (BKS, CRP) reagierten wir mit einer Erhöhung der H15-Dosierung, z. B. 3-mal 3 Tabletten (3,6 g). Falls diese H15-Dosiserhöhung nicht ausreichte, sprachen CED-Patienten, die zuvor einige Monate kortisonfrei geworden waren, auf eine Gabe von z. B. 30 mg Prednisolon/d über 3 bis 5 Tage meist sehr gut an.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Therapie mit Weihrauch bei Morbus Crohn

Aus der Zeitschrift Erfahrungsheilkunde 03/2017

 

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