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4 Fachleute – 4 Behandlungsstrategien Ulcus Cruris

Drei Heilpraktikerinnen und ein Heilpraktiker stellen ihre Behandlungskonzepte zur Behandlung des Ulcus cruris vor. Schwerpunkte sind die Große Ozon-Eigenblutbehandlung, die Spagyrik, die Aromatherapie und die Oxyvenierungstherapie nach Regelsberger.

1 Ozontherapie: Eryhtrozytenstoffwechsel anregen

Sind arterielle Durchblutungsstörungen – beispielsweise infolge von diabetischer Mikroangiopathie – die Ursache eines Ulcus cruris, steht bei der Behandlung bzw. Vorbeugung mit Ozon dessen Wirkung auf den Erythrozythenstoffwechsel im Vordergrund.

Das Ozon reagiert mit den Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren der Phospholipidketten in der Erythrozytenmembran. Dadurch werden die Phospholipidketten gespalten und als Hydroperoxide in den Erythrozyten eingeschleust. Die Wirkung:

  • generelle Stoffwechselaktivierung des Erythrozyten durch Anstieg des ATP-Konzentration in der Zelle
  • verstärkte Sauerstoffabgabe des Hämoglobins und vermehrte Eryhropoese durch Anstieg des 2,3-Biphosphoglycerat- Gehalts
Auch verbessern sich unter Einfluss von Ozon die rheologischen Eigenschaften des Blutes. Zusammenfassend gewährleistet die Ozontherapie also eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes und kann so der Entstehung eines Ulcus cruris vorbeugen. Gute Erfolge verzeichnet die Methode u. a. auch bei der Behandlung von pAVK, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße etc.

Behandlung

Die Große Ozon-Eigenblutbehandlung (GEB) hat sich zur grundlegenden systemischen Applikationsform der Ozontherapie entwickelt. Man unterscheidet dabei

  • die normobare Schwerkraftinfusion nach Dr. Wolff und
  • die hyperbare Infusion nach Dr. Kief.
Die normobare Behandlung umfasst i. d. R. 10 Infusionen. Man steigert die Ozon-Konzentration nach und nach von 11 μg bis auf 27 μg. Die Behandlung kann 1- bis 2-mal wöchentlich erfolgen.

Mit der hyperbaren Ozontherapie ist es möglich, die doppelte Menge Blut in einem geschlossenen Kreislauf zu behandeln. Der Behandlungserfolg ist dabei höher, aber es gibt bisher nur 2 Hersteller, deren Geräte dafür geeignet sind (Fa. Hermann Apparatebau, Fa. Zotzmann). Zur Unterstützung der Sauerstoffaufnahme in die Zellen ist die Gabe von Gelum®- Tropfen (Fa. Dreluso), 3 × tgl. 2 ml vor dem Essen, oder Oyo®-Dragees (Fa. Polypharm), 3 × tgl. 1 Drg., zu empfehlen.

2 Spagyrik: Blutzirkulation fördern, Blutgefäße stärken

Ein Ulcus cruris entsteht in 90 % der Fälle durch Zirkulationsstörungen des Blutes. Ursache sind lange bestehende Grunderkrankungen wie Thrombosen, Diabetes mellitus, pAVK, Veneninsuffizienz. Begleitend zur Behandlung bestehend aus Wundmanagement und Kompressionstherapie empfehlen sich spagyrische Essenzen, die den Fluss im venösen, arteriellen und lymphatischen System verbessern und die Blutgefäße stärken. Antiphlogistische und antimikrobielle Eigenschaften der Essenzen fördern zudem die Wundheilung.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: 4 Fachleute – 4 Behandlungsstrategien Ulcus Cruris

Aus der Zeitschrift Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 4/2014

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