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Viel hilft viel?

Die englische Aromatherapie blickt auf 30 Jahre Erfahrung in der effektiven und risikoarmen Behandlung vieler Erkrankungen zurück. In der französischen Aromatherapie wendet man ätherische Öle hochdosiert und auch bei schweren Erkrankungen an. Daher ist sie in Frankreich eine Ärztedomäne. Will ein Heilpraktiker Anwendungen aus der französischen Aromatherapie in seiner Praxis nutzen, sind neben rechtlichen Aspekten mögliche Risiken zu beachten.

IN DER AROMATHERAPIE und -pflege – sei es in Praxen, Kliniken, Pflegeheimen oder Hospizen – haben sich Anwendungen im 2 %-Bereich etabliert. Das heißt, das Verhältnis zwischen dem ätherischen Öl und dem Trägeröl beträgt ca. 2:100. Dieser Richtwert stammt aus der sogenannten englischen Aromatherapie. Er hat sich als höchst effektiv bewährt und garantiert gleichzeitig maximale Verträglichkeit bei den allermeisten Menschen. Daher arbeiten auch die Aromatherapeuten in Deutschland in der Regel mit Verdünnungen um die 2 %. Bei sehr sensiblen Patienten wie Kleinkindern und sehr alten sowie sterbenden Menschen wirken bereits Mischungen unter 1 %. Deshalb sollte man bei ihnen nicht höher dosieren. Weitere Abweichungen vom 2 %-Richtwert ergeben sich aus Faktoren wie Alter, Art der Anwendung, Indikationen etc.

Ist die französische Aromatherapie besser?

In den letzten Jahren werden immer mehr Rufe nach der französischen Aromatherapie laut. Französische Aromatherapie heißt im Klartext: Man wendet ätherische Öle nicht nur wie in der englischen Aromatherapie üblich als Raumduft, für Inhalationen oder topisch an, sondern nimmt sie auch oral ein. Auch rektale und vaginale Behandlungen sind Standard. Hinzu kommt – und das ist womöglich das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zur englischen Aromatherapie: Man verwendet hochprozentige Verdünnungen beziehungsweise verdünnt die Öle gar nicht.

Insbesondere Verkaufsrepräsentanten einiger Anbieter von ätherischen Ölen behaupten, die französische Aromatherapie lehre die einzig richtige Art der Anwendung. In jüngster Vergangenheit wird auch immer wieder behauptet, dass Vertreter der englischen Aromatherapie mit ihren niedrigen Dosierungen völlig ineffektiv arbeiten würden. „Honi soit qui mal y pense“ oder: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“ Steht bei diesen Behauptungen womöglich eher der Umsatz im Vordergrund als die Sorge um eine effektive Therapie? Kommt der hochdosierte Gebrauch von ätherischen Ölen in der französischen Aromatherapie einigen Herstellern ätherischer Öle gelegen?

Aromatherapie in Frankreich: Ärzten vorbehalten

In Frankreich ist die Aromatherapie ein streng ärztliches Verfahren. Das hat seine Gründe. Die französische Aromatherapie setzt ätherische Öle auch bei schwereren und akuten Krankheiten inklusive Geschlechtskrankheiten ein wie:

  • Pneumonie
  • Prostatitis und Zystitis
  • Psoriasis
  • Otitis media
  • virale Hepatitis
  • Colitis ulcerosa
  • tropische Infektionskrankheiten
  • Kinderkrankheiten wie Varizellen und Pertussis
  • Schlangenbisse
  • vaginale Infektionen (Candida, Chlamydien)

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Aus der Zeitschrift: DHZ - Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 06/2017

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