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Wie statte ich meine Praxis richtig aus?

Bei der Anschaffung diagnostischer Kleingeräte sollten Sie immer Aspekte wie Wartung, Haltbarkeit, Folgekosten und Eignung für Ihre Patienten im Blick behalten. Für die Grundausstattung müssen Sie nicht die teuersten Geräte wählen. Wichtig ist, dass diese für Ihre Therapien zweckmäßig und praktikabel sind. Die Zusatzausstattung sollte einen weiterführenden Nutzen gewährleisten. Das können Geräte sein, die Ihre diagnostischen Möglichkeiten erweitern oder spezielle Zusatzfunktionen bieten.

Nach bestandener Heilpraktikerprüfung will sich Susanne M. in eigener Praxis selbstständig machen. Nun muss sie – neben vielen anderen Dingen, die sie zu erledigen hat – Kleingeräte und Instrumente für die Diagnose aussuchen. Als sie die Internetseite eines Fachhändlers durchforstet, ist das Angebot so groß, dass Susanne M. unsicher wird: Was braucht sie alles? Und in welcher Ausführung?

Mit diesen Fragen sehe ich mich in meinem Alltag oft konfrontiert. Denn neben meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin in eigener Praxis führe ich an einem Tag pro Woche und an diversen Wochenenden Mitarbeiterschulungen und Kundenberatungen für einen Fachversand durch. Zusätzlich treffe ich die Artikelauswahl und bin daher nur zu gut vertraut mit Fragen nach Handling, Qualität, Notwendigkeit und Eignung für den Einsteiger und Profi.

Neue Kollegen und Heilpraktikeranwärter müssen inzwischen aus einem schier unüberschaubaren Angebot an diagnostischen Kleingeräten und Instrumenten wählen. Das macht es nicht einfacher. Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Beitrag eine Übersicht bieten, welche diagnostischen Kleingeräte Sie für Ihre Praxis brauchen. Zusätzlich gebe ich Ihnen einen Überblick über Geräte, die nicht unbedingt notwendig sind, die es Ihnen jedoch erlauben, Ihre diagnostischen Möglichkeiten zu erweitern oder deren Zusatzfunktionen den Praxisalltag erleichtern.

Vor dem Kauf beachten
Die erste Entscheidung für Sie – und meiner Meinung nach die Wichtigste – ist: Was brauche ich wirklich? Meistens finden Sie bereits eine Antwort darauf, wenn Sie sich die folgenden Fragen beantworten:

  • Was bringt mich in meiner Diagnostik sicher, schnell und einfach weiter?
  • Was muss ich bei der Handhabung beachten?
  • Welche Geräte darf ich rechtlich verwenden? Entsprechen sie dem Medizinproduktegesetz (MPG)?
  • Was habe ich aus hygienerechtlichen Gründen zu beachten?
  • Was ist hinsichtlich Wartung, Haltbarkeit und Folgekosten bei den Geräten und Diagnostikinstrumenten zu beachten?
  • Welche Patientengruppen behandle ich überwiegend? Oder bin ich ein „Allrounder“? Wie statte ich meine Praxis entsprechend sinnvoll aus – beispielsweise mit einem Peak-Flow-Meter bei vielen Asthmapatienten oder einer geeichten Waage und Blutzuckermessgeräten für Ernährungsberatung und Therapien bei Stoffwechselerkrankungen?
  • Was davon benötige ich für den Notfall und zwar griffbereit – am besten in einer separaten Notfalltasche?

Vor der Heilpraktikerüberprüfung ist für alle noch klar, dass sie Blutdruck, Puls und Herzgeräusche / -töne sowie trockene oder feuchte Rasselgeräusche der Lunge beurteilen müssen. Mit dem Praxisalltag rutschen diese Standards jedoch leider oft in den Hintergrund. Mein Tipp: Bewahren Sie sich diese grundlegende Diagnostik und ersetzen Sie sie nicht nur durch naturheilkundliche Diagnostik wie Kinesiologie, Bioresonanztherapie, Puls und Zungendiagnostik. Ergänzen Sie lieber die schulmedizinische, grundlegende Diagnostik durch die naturheilkundlichen Untersuchungen.

Grundausstattung: Must-have

Zu den Standards in jeder Praxis sollten gehören:

  • Stethoskop zum Abhören / Auskultieren und für die Blutdruckmessung
  • Blutdruckmessgerät
  • Otoskop und Stimmgabel
  • Schwesternuhr
  • Reflexhammer
  • Blutzuckermessgerät
  • Fieberthermometer
  • Irisbetrachtungslupe
  • Munddiagnostikleuchte / Mundspatel

Diese Geräte sind für den alltäglichen Gebrauch in Ihrer Praxis unverzichtbar. Neben Standardausführungen gibt es auch Modelle mit Zusatzfunktionen (Nice-to-have), die Ihren Praxisalltag einfacher gestalten und Ihre diagnostischen Möglichkeiten erweitern.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Wie statte ich meine Praxis richtig aus? 

Aus der Zeitschrift Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 7/2017

 

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