Homöopathische Ärzte versus Skeptiker

Berlin, 23. Januar 2014. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat ein von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) herausgegebenes Faltblatt über Homöopathie korrigiert. Ihrem wissenschaftlichen Anspruch werden die Skeptiker in diesem Faltblatt nicht gerecht: Behauptungen werden aufgestellt und nicht belegt, Studienergebnisse einseitig interpretiert, falsche Aussagen zur Medizin und zur Medizingeschichte formuliert – an vielen Stellen springt dem Leser schlicht die Unkenntnis der Verfasser über die ärztliche Homöopathie ins Auge. Hier ein Beispiel:

Text aus der GWUP-Broschüre:

Homöopathie ist anders, als viele denken. Viele Menschen missverstehen Homöopathie als sanfte Pflanzenheilkunde. Die Tropfen, Globuli, Tabletten, Salben und Injektionslösungen werden häufig aus ganz anderem Material hergestellt: giftigen chemischen Elementen, Tier- und sogar Krankheitsprodukten– darunter auch, was wenig bekannt ist, Gruseliges wie etwa Fliegenpilze, Schlangengift, Speichel tollwütiger Hunde, Kopfläuse, Kakerlaken, Hundekot, Eiter, Krebs- und Leprazellen, Arsen, Quecksilber und Plutonium.

Dazu die Anmerkung der Homöopathievertreter: 

Wo ist das Problem, wenn doch „in diesen angeblichen Heilmitteln“ kein einziges Molekül des Ausgangsstoffes mehr enthalten ist ? Die Skeptiker sollten sich entscheiden, EKLIG oder KEIN WIRKSTOFF – beides zusammen geht schlecht. In der Medizin werden nun mal auch giftige Substanzen aus der Natur verwendet und bei einer Impfung werden auch Krankheitserreger eingesetzt.

Quelle: DZVhÄ

Die gesamte durchaus humorvoll kommentierte Broschüre können Sie auf der Website des DZVhÄ lesen

Bildquelle: Shutterstock

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