Orthopädie/Kardiologie: Arthropathia ochronotica

Arthropathia ochronotica: eine seltene Ursache frühzeitiger Gelenkdegeneration

Bei einer 70-jährigen taubstummen Patientin bestand eine chronisch progrediente Schmerzsymptomatik des rechten Hüftgelenkes; zugrunde lag eine destruierende Coxarthrose.

In der klinischen Untersuchung fiel neben einer eingeschränkten schmerzhaften Beweglichkeit des rechten Hüftgelenkes eine bläulich-schwarze Pigmentierung des Ohrknorpels und der Skleren auf.

Es erfolgte der totalendoprothetische Ersatz des rechten Hüftgelenkes. Intraoperativ zeigte sich eine Schwarzfärbung des Knorpelgewebes und der Hüftgelenkkapsel. Histologisch wurde die Diagnose einer Ochronose (Arthropathia ochronotica) gestellt. Durch Verfärbung des Urins nach Exposition gegen Luft wurde die Diagnose bestätigt. Anhand umfangreicher internistischer Diagnostik konnten relevante kardiologische Veränderungen ausgeschlossen werden.

Die Ochronose ist selten, kann jedoch anhand einer Blickdiagnose erkannt werden. Die frühe Diagnose liefert entscheidende Information für die Prognose. Aufgrund der frühzeitig einsetzenden degenerativen Veränderungen am Skelettsystem und der inneren Organe sollte neben der orthopädischen Behandlung ein interdisziplinäres Behandlungskonzept etablieren werden. Bei Verdacht auf eine Ochronose empfiehlt sich die gezielte internistische Diagnostik, um Komplikationen zu vermeiden.

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