Biosimilars: Potenziale - Risiken - Fragen

  • Biosimilars DMW Thieme

    Biosimilars – Potenziale, Risiken und offene Fragen

     

Bereits seit 2006 gibt es in der EU Biosimilars – Nachahmer-Präparate von biotechnologisch erzeugten Arzneimitteln. Nun hat der erste biosimilare monoklonale Antikörper die Zulassung erhalten, der aber erst mit Ablauf des Patents des biomedizinischen Originals 2015 auf den Markt kommen wird.

Seit etwa 20 Jahren haben biopharmazeutische Medikamente die Therapie zahlreicher Erkrankungen revolutioniert. Ihr Anteil an den Arzneimittelausgaben stieg im Jahr 2012 auf 6 Mrd. € und machte damit gut ein Fünftel des Gesamtvolumens aus. Der größte Zuwachs war im Bereich Autoimmun- und Krebserkrankungen zu verzeichnen, in dem zunehmend therapeutische Proteine in Form von monoklonalen Antikörpern (MAB) eingesetzt werden. Mit dem Auslaufen der Patente der ersten biotechnologisch hergestellten therapeutischen Proteine könnten diese Arzneimittel bald zu einem günstigeren Preis angeboten werden. Biosimilar-Antikörper könnten somit zu Einsparungen im Gesundheitswesen beitragen und dazu, dass noch mehr Patienten von diesen Wirkstoffen profitieren – so die Einschätzung von Prof. Dr. Theo Dingermann, Institut für Pharmazeutische Biologie, Biozentrum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Nach derzeitiger Schätzung wird der Preis von biosimilaren MAB etwa 20–30% unter dem des Original-Biopharmazeutikums liegen.

Hören Sie hierzu den Podcast Biosimilars – Potenziale, Risiken und offene Fragen

Quelle: DMW 1-2/2013; Dr. rer. nat. Wiebke Kathmann

 

 

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