• COVID-19 Praxis

     

COVID-19 aus Sicht der Praxen und Notaufnahmen

COVID-19 stellt die Praxen und Notaufnahmen in ganz Deutschland vor große Schwierigkeiten. Außer der Beachtung von Hygiene und Isolation ist vor allem die korrekte Zuweisung von Patienten zur ambulanten, stationären oder intensivmedizinischen Therapie eine Herausforderung. Dieser Beitrag bietet eine Übersicht zu Aspekten der Betreuung und der Risikoeinschätzung des Erkrankungsverlaufs bei COVID-19-Patienten.

Die durch SARS-CoV-2 verursachte Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) wird hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen, und im Schnitt steckt ein Infizierter mehr als 3 weitere Menschen an. Zur Infektionsvermeidung und zum Schutz der Mitarbeiter im Gesundheitssystem sind besondere Hygienemaßnahmen und Schutzkleidung erforderlich.

COVID-19 zeigt einen sehr heterogenen Verlauf. Mehrheitlich werden nahezu asymptomatische Patienten beobachtet, aber auch solche, die in kürzester Zeit ein Lungenversagen entwickeln. Neben Symptomen einer Atemwegsinfektion können zum Beispiel auch Elektrolytentgleisungen bei Durchfällen oder thromboembolische Ereignisse auftreten.

 

MERKE

Eine Einteilung in ambulant behandelbare Patienten und solche, die einer stationären Behandlung bedürfen, ist ohne etablierte Algorithmen schwierig.

Die hohe Infektiosität und der heterogene und teilweise schwere Krankheitsverlauf machen die Versorgung von COVID-19-Patienten zur Herausforderung in Praxen und Notaufnahmen. Teilbereiche sollen in dem folgenden Artikel hervorgehoben werden.

Hausarztpraxen

Zu Beginn der Pandemie

In den Hausarztpraxen stand zu Beginn der Pandemie praktisch nirgends Schutzkleidung zur Verfügung, denn bisher kam es in der Primärversorgung nicht regelhaft zur Betreuung von potenziell hochinfektiösen Patienten. In der Influenzasaison wurde auf ausreichende Händehygiene und eine Impfung aller Praxismitarbeiter geachtet. Einzelne Praxen verfügten noch über (abgelaufene) einzelne Schutzkittel aus der Zeit der H1/N1-Pandemie. Nach und nach mussten die Praxen sich also Schutzmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel beschaffen. In einzelnen Landkreisen konnten hier auch der Katastrophenschutz bzw. das Landratsamt aushelfen.

Von den Kassenärztlichen Vereinigungen war zu Beginn wenig Hilfe zu erhalten [2]. Schutzmittel wurden in der Reihenfolge Krankenhaus – Pflegeheim – Arztpraxis priorisiert. Auch in Notaufnahmen und Krankenhäusern zeigte sich bereits zu Beginn der Pandemie, dass enorme Anpassungen zur Versorgung der Vielzahl von hochinfektiösen Patienten notwendig waren. Krisenstäbe zur Veränderung der Abläufe und zur Beschaffung von Schutzkleidung wurden nahezu überall gegründet.

 

MERKE

Um für weitere Infektionswellen besser gerüstet zu sein, erscheint hier eine Anpassung der bestehenden Pandemiepläne sowie eine entsprechende Bevorratung von Schutzkleidung für Notfälle wichtig.

Strukturelle Veränderungen und Schutzmaßnahmen

In vielen Praxen wurden aus privaten Mitteln Plexiglasscheiben oder -wände installiert. Hier waren regelmäßige Rundmails und Informationen in den MMK-Benefits der DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin) hilfreich. Inzwischen verfügen die meisten Praxen über mechanischen Schutz, Masken für Mitarbeiter, Handschuhe und Desinfektionsmittel. Dort, wo es räumlich möglich war, wurden einzelne Wartebereiche und Sprechzimmer ausschließlich für Abstriche oder eine Infektionssprechstunde eingerichtet.

 

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier COVID-19 aus Sicht der Praxen und Notaufnahmen

Aus der Zeitschrift Deutsche Medizinische Wochenschrift 15/2020

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Quelle

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