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Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der häufigste primäre maligne Lebertumor mit einer zunehmenden Inzidenz. In 80 – 90% der Fälle entwickelt sich ein HCC auf dem Boden einer Leberzirrhose. Ursachen hierfür sind meist eine chronische Hepatitis-C-Virus-Infektion oder Alkohol. Zunehmend gewinnen aber auch diätetische und Life-Style-Faktoren an Bedeutung, die maßgeblich zum Anstieg des Fettleber-assoziierten HCC beitragen.

Pathogenese und Risikofaktoren

Die Inzidenz des HCC ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Allein in Deutschland wurde aktuell bei knapp 9000 Patienten die Erstdiagnose eines HCC gestellt, etwa 8650 HCC-assoziierte Todesfälle sind beschrieben. Weltweit erkrankten nach Angaben der WHO mehr als 840 000 Patienten an einem HCC. Männer sind etwa 3- bis 4-mal häufiger von einem HCC betroffen als Frauen, wobei der Anteil der erkrankten Frauen aktuell zunimmt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 60 – 65 Jahren.

 

MERKE

Meist entwickelt sich ein HCC als Komplikation einer vorbestehenden Leberschädigung, in 80 – 90% der Fälle liegt eine Leberzirrhose zugrunde.

Seltener kann ein HCC auch ohne vorbestehende Lebererkrankung auftreten.

Die häufigsten Ursachen für eine Leberzirrhose sind eine chronische Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV), eine chronische Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) und Alkohol. Zunehmend gewinnt auch die nicht alkoholische Steatohepatitis (NASH) als Ursache für eine Leberzirrhose und für das HCC an Bedeutung. In den letzten Jahren ist die Zahl der HCC-Patienten mit vorbestehender metabolischer Lebererkrankung, insbesondere der NASH, beispielsweise als Folge eines Diabetes oder Adipositas, deutlich gestiegen. Mit Zunahme der zugrunde liegenden Erkrankungen wird für die nächsten Jahre ein weiterer Anstieg der HCC-Neuerkrankungen auf dem Boden der NASH prognostiziert. Darüber hinaus gibt es seltenere Ursachen, wie z. B. eine Hämochromatose, Autoimmunerkrankungen oder andere chronische Lebererkrankungen.

 

FALLBEISPIEL

Eine schlanke 62-jährige, gebürtig aus Ostasien stammende Patientin wird zur weiteren Abklärung einer unklaren Leberraumforderung vorgestellt. Wenige Wochen zuvor klagte die Patientin über plötzlich einsetzende Übelkeit, Erbrechen und starke Schmerzen im Oberbauch begleitet von einem Ikterus. Unter einer symptomatischen Therapie mit Paracetamol besserten sich die Beschwerden rasch. Bei Verdacht auf Abgang eines Gallenkonkrementes erfolgten extern zunächst eine Sonografie und eine MRT. Hier zeigten sich eine tumorverdächtige zentrale Leberveränderung sowie weitere Leberherde.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag: Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms
aus der Zeitschrift Gastroenterologie up2date 03/2020

 

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