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Endovenöse Behandlung der Stamm- und Seitenastvarikosis

Mit den modernen endovenösen Therapieverfahren kann eine Stamm- und Seitenastvarikosis schonend und effektiv behandelt werden. Das in Deutschland am längsten zugelassene und am häufigsten angewandte Verfahren ist die segmentale Radiofrequenzablation. Erfahren Sie hier am Beispiel einer Radiowellenbehandlung der Vena saphena magna mit Schaumsklerosierung der Seitenastvarikosis, wie die endovenöse Behandlung Schritt für Schritt abläuft.

Endovenöse Verfahren | Ein Krampfaderleiden wird – abhängig vom Krankheitsstadium und der Beschwerdesymptomatik – entweder konservativ, klassisch operativ oder endovenös behandelt. Endovenöse Verfahren unterteilen sich in hitzeabhängige und -unabhängige Methoden. Zu ersteren zählen

  • die hier vorgestellte segmentale Radiofrequenzablation,
  • die endovenöse Laserablation (ELVeS),
  • radiofrequenzinduzierte Thermotherapie (RFIT®) sowie
  • Heissdampf (SVS, steam vein sklerosis).

Nicht-thermische Therapiealternativen sind die mechanochemische Ablation mit ClariVein®-Katheter, eine Behandlung mittels Cyanoacrylat-Gewebekleber (Venaseal-Closure®) sowie die Schaumsklerosierung mit Aetoxysklerol®.

Schon lange etabliert | Die segmentale Radiofrequenzablation wird in Deutschland bereits seit 18 Jahren durchgeführt und ist damit das endovenöse Therapieverfahren mit der längsten Zulassung und vermutlich den größten Behandlungszahlen.

Was passiert bei der Radiowellenablation? | An der Spitze des Venefit®-Katheters befindet sich ein 7 cm-langes Heizelement. Über jeweils 20 Sekunden wird die Venenwand auf 120 °C erhitzt und so geschädigt. Nach Behandlung eines Gefäß-Abschnitts wird der Katheter um jeweils 6,5 cm (Kathetermarkierung) zurückgezogen und das weiter distal gelegenen Segment behandelt. Crossennah und auch bei sehr großem Gefäß-Durchmesser ist eine weitere Impulsabgabe notwendig, um einen sicheren Gefäßverschluss zu erreichen. Ein kürzeres Heizelement zur Behandlung kurzstreckiger Venenabschnitte ist verfügbar (3 cm).

Voraussetzungen | Für die Behandlung sind gute Kenntnisse der Farbduplexsonografie, der möglichen Komplikationen sowie deren leitliniengerechtes Management vorausgesetzt. Ein Qualitätsmanagement ist empfehlenswert [2]. Dieses wird zum Beispiel über die deutsche Gesellschaft für Phlebologie zur Verfügung gestellt [3].

Anamnese | Diese konzentriert sich auf:

  • Art und Dauer der varizenbedingten Beschwerdesymptomatik
  • Thrombophlebitiden oder Venenthrombosen in der Vorgeschichte
  • bisherige Veneneingriffe
  • weitere Vorerkrankungen und Medikation

Die Familienanamnese bzgl. Varikosis und thromboembolischer Ereignisse ist ebenfalls wichtig.

Planung des Eingriffs | Mit dem detaillierten farbduplexsonografischen Befund (Stadien-Einteilung nach Hach, distaler Insuffizienzpunkt, Gefäß-Durchmesser, anatomische Besonderheiten, Hinweis auf abgelaufenen Phlebitis) wird Art und Umfang des Eingriffs geplant (ein- / beidseitig, zusätzliche Sklerosierung oder Exhairese).

A.Lukhaup

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Endovenöse Behandlung der Stamm- und Seitenastvarikosis

 

Aus der Zeitschrift  DMW 18/2016

 

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