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Gesundheitskompetenz und Hygienewissen in Deutschland

Steigende Anforderungen an Patienten und Angehörige. Das Rollenverständnis der Menschen im Gesundheitswesen hat sich gewandelt. Patienten sollen und wollen heute als gleichberechtigte Partner in der Arzt-Patienten-Beziehung auftreten und ihre Bedürfnisse und Erwartungen formulieren. Angesichts der Informationsflut möchten und müssen sie zwischen adäquaten und inadäquaten Informationen unterscheiden, die „richtige“ Behandlungseinrichtung finden, über Finanzierungsfragen und damit zusammenhängende Rechte und Pflichten informiert sein.

Gesundheitskompetenz. Es wird selbstverständlich erwartet, dass auch Laien fähig sind, Informationen zu finden, zu verstehen und sie zu bewerten, um beispielsweise diese (oder andere) Fragen zu beantworten. Die verschiedenen kognitiven und sozialen Fähigkeiten, die dazu erforderlich sind, werden international als „Health Literacy“ bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum wird dieser Begriff zumeist mit „Gesundheitskompetenz“ übersetzt.

Gesundheitskompetenz – Health Literacy

Begriffsentwicklung. Gesundheitskompetenz ist die im deutschen verbreitete Übersetzung von Health Literacy. Eingeführt wurde der Begriff in die Diskussion um schulische Gesundheitserziehung in den 1970er-Jahren in den Vereinigten Staaten. Seit Beginn der 1990er-Jahre findet Health Literacy in der klinischen Versorgung Beachtung als die Fähigkeit von Patienten, ärztliche Anweisungen, Packungsbeilagen, Patienteninformationen u. ä. zu verstehen und „als Patient erfolgreich im System zu funktionieren“. Dieser klinische Ansatz fokussiert stark auf die funktionalen Aspekte Lese-, Zahlen- und Textverständnis. Entsprechend wurde Health Literacy als Lese-, Rechen- und Textverständnisfähigkeit definiert und auf das Niveau von Schulbildung bezogen (z. B. Lesefähigkeit entspricht der Klasse 8).

Ab 1998 erfährt das Konzept eine deutliche, über simples „Lesen, Schreiben und Rechnen können“ (funktionale Gesundheitskompetenz) hinausgehende Erweiterung. Zu Gesundheitskompetenz gehört seither auch die Fähigkeit, gesundheitsrelevante Informationen aus verschiedenen Quellen zu finden, zu bewerten und für eigene gesundheitsbezogene Entscheidungen anzuwenden, und die Fähigkeit, selbst gesundheitsrelevante Informationen zu kommunizieren, z. B. in der Patient-Arzt-Interaktion (interaktive Gesundheitskompetenz). Die kritische Gesundheitskompetenz bezeichnet die Fähigkeit zur kritischen und reflektierten Auseinandersetzung mit Gesundheit und gesundheitlichen Fragen. Die aktuell von der WHO verbreiteten Definition integriert diese Aspekte (s. Infobox).

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Gesundheitskompetenz und Hygienewissen in Deutschland

Aus der Zeitschrift Krankenhaushygiene up2date 4/2016 

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