• Magentumore

     

Seltener Befund als Ursache für eine hypochrome mikrozytäre Anämie

 Anämie ist ein häufiger Befund in der täglichen internistischen Praxis. Zu den gängigsten Ursachen zählen Eisen-, Vitamin B12- und Folsäure-Mangel, aber auch Blutungen aus dem Gastrointestinaltrakt. Neben der laborchemischen Diagnostik sollte deshalb auch eine endoskopische Abkärung erfolgen. Dass dabei die Standardmaßnahmen nicht immer ausreichen, um die Blutungsquelle sicher zu identifizieren, zeigt der folgende Fall.

Anamnese 

 Eine 66-jährige Frau stellte sich wegen einer auffälligen Hautblässe und zunehmender körperlicher Schwäche bei ihrem Hausarzt vor. Ihr Allgemeinzustand war leicht reduziert, der Ernährungszustand adipös (BMI 32 kg / m²). Die Labordiagnostik ergab eine hypochrome mikrozytäre Anämie:

  • Hämoglobin: 8,7 g / dl
  • MCV: 76,8 fl
  • Ferritin: 10 µg / dl

Noch vor einem halben Jahr hatte die Patientin eine minimal erniedrigte normozytäre Anämie (Hämoglobin: 11,5 g / dl).

Vorerkrankungen und Familienanamnese|

  •  Folgende Vorerkrankungen waren bekannt:
  • Arterielle Hypertonie,
  • COPD bei chronischem Nikotinkonsum,
  • Hypothyreose nach Thyreodektomie,
  • diverse Lebensmittelunverträglichkeiten, die regelmäßig zu Unwohlsein führten.

Im Rahmen der regelmäßigen ambulanten gastroenterologischen Betreuung wurden bereits mehrfach große, sessile Adenomen im Kolon abgetragen. Die Schwester der Patientin war mit 44 Jahren an einem Kolonkarzinom verstorben, die Mutter an Blutkrebs. Eine genetische Diagnostik und Beratung war bislang nicht erfolgt.

Lesen Sie die gesamte Kasuistik hier Seltener Befund als Ursache für eine hypochrome mikrozytäre Anämie

Aus der Zeitschrift DMW 20/15

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