• Kontrastmittelsonografie

     

Kontrastmittelsonografie des Abdomens

In diesem Übersichtsartikel werden praktische Tipps und Tricks zur Kontrastmittelsonografie dargestellt. Erörtert werden vor allem Empfehlungen zur verbesserten Anwendung im Alltag.

Ultraschall-Kontrastmittel werden zur weiteren Abklärung unklarer Befunde, wie z. B. Raumforderungen der Leber oder anderer Bauchorgane eingesetzt. Mit Hilfe von mikroskopisch kleinen Gasblasen als Echoverstärker kann die Durchblutung der Organe präzise dargestellt werden. Dadurch lassen sich spezielle Fragestellungen beantworten und Organveränderungen in ihrem Verlauf dokumentieren.

Darstellung von Mikrogefäßen | Mit der Entwicklung von Ultraschallkontrastmitteln (USKM, Ultrasound Contrast Agents, UCA) aus Mikrobläschen konnten wesentliche Einschränkungen des konventionellen B-Bild-Modus und auch der Doppler-Technik überwunden werden. Mit USKM lassen sich nicht nur Makro-, sondern auch Mikrogefäße darstellen. Die Anreicherungsmuster von Läsionen können somit in allen Phasen (arteriell, portalvenös, später und eventuell postvaskulär) in ähnlicher Weise untersucht werden wie in der Kontrastmittel-CT und MRT.

Kontrastmittel

Welches Kontrastmittel? | In Deutschland ist heutzutage lediglich ein Ultraschall-Kontrastmittel für die Untersuchung der Leber zugelassen. SonoVue® gilt auch im übrigen Europa heutzutage aufgrund der Zulassungscharakteristika und publizierten Evidenz als USKM (oder Echosignalverstärker) der ersten Wahl. Neben SonoVue sind auch noch die Kontrastmittel Optison und Luminity zugelassen, allerdings nur für die Kontrastierung der Herzkammern in der Echokardiografie. In Norwegen ist noch Sonazoid® zugelassen. Andere Produkte werden inzwischen nicht mehr angeboten (Levovist®) oder haben sich nicht durchgesetzt.

Vorbereitung des Kontrastmittels | Zuerst wird die Spritze mit dem Lösungsmittel (0,9 % NaCl-Lösung) auf den Entnahmedorn aufgeschraubt, um das Ausweichen des Gases zu vermeiden. Danach wird dieser mit dem Glasbehälter des lyophilisierten Ultraschallkontrastmittels verbunden. Die fertigen Mikrobläschen entstehen nach Injektion des Lösungsmittels durch Schütteln über 20 Sekunden.

Die zubereitete Suspension ist milchig weiß und muss aus Sterilitätsgründen innerhalb von 6 Stunden verbraucht werden. 

Bei längerem Verweilen der Suspension im Glasbehälter schwimmen die Bläschen oben auf und die darunter liegende Lösung wird klar. In diesem Falle muss die KM-Suspension vor Entnahme durch leichtes Schütteln gemischt werden.

Injektion | Für die Injektion koppeln wir die KM-Spritze direkt an die Patientenkanüle an. Ein Drei-Wege-Hahn wird von uns nicht verwendet, da die unterschiedlichen Durchmesser zu unterschiedlichen Strömungen und evtl. zur Kontrastmittelzerstörung führen können. Zuführende Schläuche sind auf ein Minimum zu beschränken. Wir benutzen eine Kanüle mit zwei Zugangswegen. Das Kochsalz darf durch den Filter gegeben werden – aber niemals das Ultraschallkontrastmittel. Auch wenn es von erfahrenen Intensivmedizinern bespottet wird, ist die Kanüle bevorzugt in der Ellenbeuge zu legen, um bestmöglich standardisierte Kreislaufzeiten zu erhalten.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Kontrastmittelsonografie des Abdomens

Aus der Zeitschrift DMW 14/2016

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