Morbide Adipositas in der Knieendoprothetik

Die Indikation für den Oberflächenersatz bei viertgradiger Gonarthrose resultiert aus persistierenden Gelenkschmerzen, einer limitierten Gehstrecke, einer möglichen Achs-Fehlstellung mit zunehmender Gelenkinstabilität sowie einem progredienten radiologischen Befund. Die Risikoabschätzung einer Elektivoperation umfasst neben der Einschätzung des Narkoserisikos insbesondere die Wahrscheinlichkeit chirurgischer Komplikationen.

Zu den zahlreichen Ko-Morbiditäten einer immer älter werdenden aktiven Bevölkerung muss man zwingend auch die Adipositas zählen, da diese mit zusätzlichen Risiken assoziiert ist. Bei Patienten mit einem BMI > 40 kg/m2 zeigte sich in retrospektiven Untersuchungen eine zusätzlich gesteigerte Infektionswahrscheinlichkeit.

Die DMW Kasuistik verdeutlicht die Problematik: eine 66-jährige Patientin mit einer morbiden Adipositas (Grad III nach WHO) wies eine klinisch manifeste viertgradige Gonarthrose rechts auf. Anamnestisch bestanden chronisch progrediente Schmerzen des rechten Kniegelenks mit einer auf wenige Meter reduzierten Gehstrecke und ausgeschöpfter konservativer Therapie.
Nach der Implantation einer Kniegelenktotalendoprothese kam es zu einer frühen Wundinfektion (Frühinfekt) und einem komplizierten Behandlungsverlauf über insgesamt 220 Tage.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier (pdf 246 KB).

Aus: DMW 15/2014; Morbide Adipositas in der Knieendoprothetik – Eine kritische Einzelfallbetrachtung; V. Brinkmann, D. Wohlrab, E. Esmer, F. Juch, K. S. Delank, S. Freche

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