MRSA - Hygiene-Management, Diagnostik und Therapie

  • MRSA

     

Methicillin-resistente-Staphylococcus-aureus (MRSA)-Stämme sind weiterhin eine Herausforderung für die individuelle Behandlung und das Hygiene-Management. Neben der definierenden Beta-Laktam-Resistenz können eine Reihe weiterer Resistenzen auftreten, z. T. mit charakteristischer Verteilung bei sogenannten „healthcare-associated“, „community-associated“ und „livestock-associated“ MRSA-Stämmen. Für Patienten mit definierten Risikofaktoren wird zur Identifikation und Beseitigung einer MRSA-Kolonisation eine „Search-, Destroy-, Follow-up-Strategie“ empfohlen. Für eine Dekolonisation wird primär Mupirocin-Nasensalbe in Kombination mit umfangreichen Hygienemaßnahmen angewendet. Zur systemischen Therapie einer Infektion kommen neben Vancomycin je nach Infektionsherd und Resistenz weitere Antibiotika, z. B. Rifampicin, Cotrimoxazol, Clindamycin, Linezolid und Daptomycin zum Einsatz.

Der aktuelle CME Beitrag handelt von einem 29-jährigen bisher gesunden Patienten, der über wiederkehrende Rötungen v. a. im Glutäal- und Oberschenkelbereich beidseits berichtet, die sich zu schmerzhaften Abszessen bis zu 5 cm entwickelten. Dreimal war eine ambulante Abszessspaltung erfolgt, einmal eine Abszessexzision mit sekundärer Wundheilung. Mehrfach wurde Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) mit zusätzlicher Resistenz gegen Erythromycin, Clindamycin, Levofloxacin/Ciprofloxacin sowie Empfindlichkeit für u. a. Tetracyclin, Gentamicin, Cotrimoxazol, Rifampicin, Linezolid und Tigecyclin kultiviert. Die 3-jährige Tochter des Patienten besuche einen Kindergarten und sei vor 6 Monaten wegen eines Infekts einige Tage in der Kinderklinik gewesen, damals in Begleitung seiner Ehefrau (Rooming-in). Nach diesem Aufenthalt hatte sich bei der Tochter zweimal ein Glutäalabszess entwickelt, einmal auch bei der Ehefrau. Die weitere Anamnese war unauffällig. Es ergab sich kein Hinweis auf einen Immundefekt. In den letzten Jahren bestanden keine Kontakte zum Gesundheitssystem, insbesondere keine eigenen Krankenhausaufenthalte, keine Antibiotikaexposition und keine Kontakte zur Tiermast.

Den vollständigen Beitrag zur Untersuchung, Diagnose, Therapie und Verlauf lesen Sie hier.

Quelle: DMW 13/2014; J. Wagener, U. Seybold

Call to Action Icon
DMW kennenlernen Jetzt 4 Ausgaben kostenlos erhalten!

Newsletter-Service

  • Thieme Newsletter - Wissen das sich anpasst - Jetzt kostenlos registrieren

    Jetzt kostenlos anmelden

    Aktuelles aus Ihrem Fachgebiet: Mit brandaktuellen News und Neuerscheinungen, Schnäppchen und tollen Gewinnspielen sind Sie up to date und immer einen Schritt voraus.

Zeitschriften zum Thema

Buchtipps

Wallhäußers Praxis der Sterilisation, Antiseptik und Konservierung
Axel Kramer, Ojan AssadianWallhäußers Praxis der Sterilisation, Antiseptik und Konservierung

Qualitätssicherung der Hygiene in Industrie, Pharmazie und Medizin

EUR [D] 99,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.