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Nierenarterienintervention in den Zeiten nach CORAL

Obsolet oder medizinisch vertretbar?

Eine Nierenarterienstenose kann zu einer sekundären, therapierefraktären arteriellen Hypertonie und einer Niereninsuffizienz führen. Wir präsentieren den Fall eines 74-jährigen Patienten mit Verschluss der rechten Nierenarterie und Nierenarterienstenose links. Die Untersuchungen ergeben eine Nierenschrumpfung rechts, chronische Niereninsuffizienz und therapierefraktäre arterieller Hypertonie. Durch eine Revaskularisation der linken Nierenarterie mit perkutaner transluminaler renaler Angioplastie (PTRA)/Stentimplantation verbesserten sich die Niereninsuffizienz und die Blutdruckeinstellung signifikant. Bemerkenswerterweise hätte sich der Patient für keine der randomisierten Endpunkt-Studien zur interventionellen Therapie der Nierenarterienstenose der letzten Jahre als Teilnehmer qualifiziert. Trotz mehrheitlich negativer Datenlage in den letzten Jahren bleibt die interventionelle Therapie eine sinnvolle Therapieoption. Voraussetzung ist die adäquate, interdisziplinäre gestellte Indikation an einem erfahrenen Zentrum.

Eine Nierenarterienstenose kann zu einer sekundären Hypertonie und zur Niereninsuffizienz führen [1]. Der Nutzen einer interventionellen Therapie wurde in letzter Zeit in Frage gestellt. Der geschilderte Fall zeigt, dass sie bei sorgfältig gestellter Indikation eine sinnvolle Option sein kann – trotz negativer Studiendaten.

Klinischer Fall

Anamnese | Ein 74-jähriger Patient mit schwer einstellbarer arterieller Hypertonie wird in die Hypertonie-Sprechstunde überwiesen, um sekundäre Ursachen abzuklären. Der Bluthochdruck ist seit 9 Jahren bekannt. Vorerkrankungen und kardiovaskuläre Risikofaktoren sind:

  • Diabetes mellitus Typ 2 (nicht insulinpflichtig),
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit (Stadium IIa) beidseits, Z. n. Stentimplantation
  • im Bereich der proximalen Arteria femoralis superficialis und
  • im femoro-poplitealen Übergang links,
  • juxtarenales Aortenaneurysma (49 mm),
  • Dyslipidämie,
  • persistierender Nikotinkonsum.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Nierenarterienintervention in den Zeiten nach CORAL – obsolet oder medizinisch vertretbar?

Aus der Zeitschrift DMW 18/2015

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