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SOP beim akuten Koronarsyndrom – Update 2018

In den Leitlinien zum akuten Koronarsyndrom (ACS) sind die Behandlungsoptionen, aber auch die Notwendigkeit der Netzwerkbildung zwischen den Bereichen der Versorgung festgeschrieben. Wir beschäftigen uns in diesem Beitrag mit der Umsetzung der Leitlinien in krankenhausbezogene SOP am Beispiel des ST-Hebungsinfarkts (STEMI).

Die traditionelle Auffassung der medizinischen Diagnostik und Therapie sieht den individuellen Arzt in seinem Heilversuch am einzelnen Patienten. Dies behält zwar im Kern der Arzt-Patienten-Beziehung seine Richtigkeit. Mit der Zunahme der Komplexität moderner Heilverfahren wird die erfolgreiche Behandlung jedoch zunehmend von einem größeren und oft sektoren- und berufsgruppenübergreifenden Team realisiert.

Die moderne Medizin stellt den einzelnen Arzt, aber auch die verantwortlichen Manager im Gesundheitswesen (Klinikleitungen, Verantwortliche im Rettungsdienst, Gesundheitspolitiker usw.) vor neue Herausforderungen. Ging es lange Zeit vorwiegend um die Entwicklung innovativer neuer Heilverfahren, so stellt sich heute zunehmend die Aufgabe, diese Verfahren bezahlbar und effektiv möglichst vielen Menschen nutzbar zu machen.

Das akute Koronarsyndrom mit seinen zahlreichen und komplexen Ausprägungen ist ein gutes Beispiel für die Möglichkeit und Notwendigkeit eines standardisierten Vorgehens zum Nutzen der Patienten, des Behandlungsteams aus Ärzten, Pflege, Rettungsdienst und anderen sowie des Gesundheitswesens allgemein. Der Grund dafür ist, wie einerseits in der „Third universal Definition“ des Myokardinfarkts deutlich wird, dass sich das Verständnis dieser häufigen Erkrankung einem immer schneller werdenden Wandel unterzieht. Dabei hat die Infarktforschung die Dokumentations- (ICD) und Abrechnungssysteme, mitunter aber auch Teile des Gesundheitswesens weit hinter sich gelassen. Zugleich hat die Therapie mit der Verbreitung der akuten perkutanen Koronarintervention (PCI) und zusätzlicher medikamentöser Begleittherapien wie beispielsweise der verbesserten Plättchenhemmung eine früher nie für möglich gehaltene Effektivität und Reduktion der Sterblichkeit am akuten Myokardinfarkt erreicht. Dies gilt allerdings nur dann, wenn bei jeder Gelegenheit diese Therapien genutzt und so angewendet werden, wie dies in Studien untersucht und belegt wurde. In einer Reihe von Publikationen hat die Task Force Klinische Behandlungspfade der Kommission für Klinische Kardiologie der DGK (jetzt: Medical Apps in der Kardiologie) sowohl die Methodik einer standardisierten Aufbereitung als auch Beispiele der praktischen Umsetzung anhand des STEMI, NSTEMI, der antithrombotischen Therapie und des Komplikationsmanagements im Herzkatheter dargestellt.

Die Vorhaltung von Checklisten entlang einer übersichtlichen Abbildung des jeweiligen Behandlungsablaufs in Flowcharts dient dabei in erster Linie der (Patienten)Sicherheit, in zweiter Linie dem individuellen Behandlungserfolg und schließlich der Ermittlung von Kennzahlen für das Qualitätsmanagement. Zukünftig werden intuitiv bedienbare IT-Systeme, z. B. eine „CPU-App“, die Vernetzung und das Zusammenspiel der Teams erleichtern und die Optimierung der individualisierten Therapie unterstützen.

Im Folgenden werden diese Themen zusammenfassend dargestellt und erläutert.

Die grundlegenden Ideen zur standardisierten Reorganisation medizinischer Abläufe werden aus den Wirtschaftswissenschaften entlehnt. Obwohl dort „Geschäftsprozesse“ im Fokus stehen, die nicht ohne Weiteres mit medizinischen Prozessen vergleichbar sind, können doch wertvolle Anregungen gewonnen und nützlich umgesetzt werden. Dabei steht der Gedanke einer prozessualen im Unterscheid zu einer funktionalen Organisation im Mittelpunkt

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: SOP beim akuten Koronarsyndrom – Update 2018

Aus der Zeitschrift Kardiologie up2date 02/2018

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