• Lungenkrebs

     

Umfassende präoperative Evaluation von Patienten mit Lungenkrebs

Anatomische Resektionsverfahren sind unverändert etablierter Standard in der kurativen Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms in den Stadien I – III und einiger kleinzelliger Lungenkarzinome. Das onkologische Staging ergibt die grundsätzliche Indikation zur Resektion. Die Angaben in der Literatur zur Letalität sowie den Komplikationsraten der Resektionsverfahren schwanken jedoch erheblich. Eine Variable, die das Operationsergebnis maßgeblich beeinflusst, ist die Auswahl der Kandidaten für eine Resektion sowie die Bestimmung des möglichen Umfangs der Resektion auf dem Boden einer adäquaten Durchführung und Interpretation einer umfassenden präoperativen Evaluation. Im Folgenden sollen daher die Grundsätze und die praktische Durchführung sowie Interpretation der präoperativen Evaluation dargelegt werden.

Die Datenlage, die die jeweiligen Leitlinien begründet, ist in mehrfacher Hinsicht lückenhaft. Zum einen sind viele Arbeiten, auf die sich die Leitlinien beziehen, älter als 20 Jahre, und die Anzahl der neueren Arbeiten ist sehr begrenzt. Dies ist von besonderer Relevanz, da sich Komplikations- und Letalitätsrate in den letzten Jahren verringert haben. Zum anderen handelt es sich häufig um Arbeiten, die aufgrund der kleinen untersuchten Populationen mit zusammengesetzten Endpunkten operieren; diese erlauben aber häufig keine saubere Unterscheidung mehr zwischen der Art der Komplikationen, schon gar nicht von Komplikationen und Letalität. Schließlich ist kein einziger Algorithmus einer Leitlinie als solcher prospektiv validiert worden. Alle Algorithmen der präoperativen Diagnostik sind somit Konstrukte auf dem Boden von Prädiktoren, die sich aus einzelnen Arbeiten ergeben haben.

Auf dem Hintergrund dieser kontroversen Datenlage erscheint die Vorgehensweise am besten geeignet, die die vorhandene Evidenz für ein definiertes Vorgehen auf möglichst einfache Weise zu realisieren verspricht.

Die folgende Darstellung folgt in diesem Sinne im Kern den 3 Leitlinien der ERS/ESTS, BTS/SCC und ACC/AHA. Die DGP-Leitlinie, die z. T. erheblich von diesen abweicht, wird jedoch ebenfalls dargestellt, und ihre wesentlichen Anliegen werden vollumfänglich berücksichtigt. Die Leitlinie der ACCP wird kritisch diskutiert.

Zudem werden Vorschläge zur Diagnostik der allgemeinen Funktionalität ausgeführt.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Umfassende präoperative Evaluation von Patienten mit Lungenkrebs

 Aus der Zeitschrift: Pneumologie 09/2019

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