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    Zur Prävention von Infekten und zur Optimierung der unspezifischen Immunabwehr ist es sinnvoll und sicher, täglich ca. 1000 IE an Vitamin D einzunehmen.

     

Vitamin D und Infektanfälligkeit

Zusammenfassung

Bereits in früheren Jahrhunderten sind Lebertran und UVB-Strahlung, von denen man heutzutage weiß, dass sie die effizientesten Vitamin-D-Quellen für den Menschen sind, erfolgreich zur Behandlung der Tuberkulose eingesetzt worden.

Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Funktionen von Vitamin D im Immunsystem sowie über die Datenlage zum Einfluss von Vitamin D auf Infektionen.

Einige randomisierte kontrollierte Studien, wenn auch nicht alle, unterstützen die Hypothese, dass Vitamin D das Tuberkuloserisiko reduzieren kann. Eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien hat ergeben, dass durch Supplementierung mit Vitamin D die Anfälligkeit gegenüber Infektionen des oberen Respirationstrakts im Mittel um etwa ein Drittel gesenkt werden kann. Hierbei ist offensichtlich die tägliche Gabe effektiver als die Bolusgabe von Vitamin D. Bekanntlich treten in Europa und Nordamerika insbesondere im Winterhalbjahr häufig Infektionen des oberen Respirationstrakts auf. Prospektive Kohortenstudien lassen vermuten, dass das Infektionsrisiko bei 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentrationen unter 25 nmol/l (10 ng/ml) am höchsten, bei Konzentrationen über 75 nmol/l (30 ng/ml) am geringsten ist. Bei einer Reihe weiterer Infektionserkrankungen ist denkbar, dass die Vitamin-D-Versorgung das Erkrankungsrisiko beeinflusst, die Datenlage ist aber für eine abschließende Bewertung noch nicht ausreichend.

In der Gesamtschau sind die Ergebnisse zur Reduzierung der Infektanfälligkeit des oberen Respirationstrakts durch Vitamin D wahrscheinlich. In Übereinstimmung mit Empfehlungen verschiedener Ernährungsgesellschaften schließen wir, dass bei unzureichender Vitamin-D-Versorgung (z. B. 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel < 50 nmol/l oder 20 ng/ml) Vitamin D am besten täglich supplementiert werden sollte. Die Zufuhr sollte in der Größenordnung von 1000 internationalen Einheiten liegen.

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel Vitamin D und Infektanfälligkeit

 

Aus der Zeitschrift Aktuelle Ernährungsmedizin 4/2015

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