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DOI 10.1055/s-00023617

Journal Club AINS

In dieser Ausgabe:

Ungesund und klimaschädlich: Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen untersucht

Statt zur Genesung beizutragen, kann das Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen die Gesundheit gefährden – und die Umwelt. Das zeigt eine jetzt in The Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie. Forschende vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Stanford University haben festgestellt, dass die Verpflegung in den untersuchten Einrichtungen zu wenig gesunde, pflanzliche Lebensmittel und zu viele ungesunde und umweltschädliche Optionen enthält. Damit sind die angebotenen Mahlzeiten weder förderlich für die individuelle noch für die planetare Gesundheit.

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Wenn die Partnerschaft unter die Haut geht: Wie Oxytocin und Zärtlichkeit die Wundheilung fördern

Zärtlichkeit kann buchstäblich unter die Haut gehen: Eine internationale Forschungsgruppe unter Federführung der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Heidelberg hat herausgefunden, dass kleine Hautwunden bei Paaren deutlich schneller heilen, wenn sie im Alltag besonders zugewandt miteinander umgehen und zusätzlich das Hormon Oxytocin erhalten. Gleichzeitig hatten sie geringere Stresswerte. Die Studie ist im Fachjournal „JAMA Psychiatry“ erschienen (Schneider E et al. JAMA Psychiatry. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2025.3705).

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Neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter veröffentlicht

Die neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter ist seit Januar 2026 bei der AWMF publiziert. Koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP), wurde eine Langfassung, eine Kurzfassung, wie auch eine Patientenleitlinie von mehr als 30 weiteren Fachgesellschaften und Berufsverbänden erarbeitet.

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Septischer Schock: Benefit durch hämodynamisches Reanimationsprotokoll?

Trotz zahlreicher Studien und der Verfügbarkeit von Leitlinien bleibt die optimale Strategie zur hämodynamischen Reanimation im Frühstadium des septischen Schocks weiterhin unklar. Hernandez et al. wollten daher Wissenslücken schließen und haben sich im Rahmen der randomisierten ANDROMEDA-SHOCK-2-Studie mit den Effekten eines personalisierten hämodynamischen Reanimationsprotokolls mit Fokus auf die kapilläre Füllungszeit befasst.

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Zielstruktur GABAerger Anästhetika

Die mesopontine tegmentale Anästhesieregion (MPTA) im Hirnstamm ist ein zentraler Knotenpunkt im axonalen Schaltkreis, der die Allgemeinanästhesie ermöglicht. Geringste Mengen GABAerger Substanzen, die in die MPTA mikroinjiziert werden, induzieren Bewusstlosigkeit, Atonie und Analgesie, ähnlich wie weitaus höhere systemisch verabreichte Dosen. Entsprechend führen zellselektive MPTA-Läsionen zu einer relativen Unempfindlichkeit von Tieren gegenüber systemischer GABAerger Anästhesie. Der rasche Wirkungseintritt binnen Sekunden und die minimalen effektiven Dosen sind mit direkten Effekten der Anästhetikamoleküle im Kortex unvereinbar. Vielmehr muss der Bewusstseinsverlust die Rekrutierung weit entfernter Effektororte durch spezifische axonale Bahnen widerspiegeln. Auch andere Kerne sind an der Anästhesie beteiligt, die MPTA ist jedoch insofern einzigartig, als sie durch fokale Applikation eines Wirkstoffs eine vollständige Narkose induziert.

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Weltweite Entwicklung der Emission von Treibhausgasen durch volatile Narkotika

In den letzten Jahrzehnten wurde wiederholt gefordert, die Klimabelastung durch Gesundheitssysteme zu reduzieren, die Schätzungen zufolge etwa 5 % der globalen Treibhausgasemissionen verursachen. Da jährlich über 300 Millionen Patienten eine Vollnarkose erhalten, beeinflussen Anästhesieverfahren die Treibhausgasemissionen direkt, insbesondere durch die Verwendung und die Freisetzung von Inhalationsanästhetika, sowie indirekt, beispielsweise durch Energieverbrauch, Lieferkettenaktivitäten und Abfallmanagement. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit für die Anästhesie, umweltfreundlichere klinische Verfahren zu entwickeln. Insbesondere in Europa haben die Fachgesellschaften den Beitrag der Anästhesie zur Klimakrise anerkannt und entsprechende Stellungnahmen und Empfehlungen abgegeben. Zunehmende Besorgnis besteht z. B. hinsichtlich der Verwendung von Desfluran, einem halogenierten Anästhetikum, das vom menschlichen Körper nur minimal verstoffwechselt und fast vollständig in die Atmosphäre freigesetzt wird.

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Geburtshilfliche Anästhesie bei Frauen mit Achondroplasie

Achondroplasien stellen die häufigste Form von skelettalen Dysplasien dar. Charakteristischerweise liegen ein kurzer Torso, eine Vergrößerung der langen Röhrenknochen und eine Makrozephalie vor. Das vorhandene Missverhältnis der Größe des kindlichen Kopfes und dem kurzen engen Becken führt dazu; dass Geburtshelfer in diesem Fall häufig eine elektive Schnittentbindung vorziehen. Die Frage ist nur, welcher Art?

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Intensivmedizinische Herausforderungen nach Operationen mit Herz-Lungen-Maschine

Herzoperationen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine sind mit erheblichen pathophysiologischen Veränderungen verbunden. Die postoperative intensivmedizinische Betreuung erfordert ein fundiertes Verständnis der komplexen Pathophysiologie sowie möglicher Komplikationen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgie, Intensivmedizin, Kardioanästhesie und Kardiotechnik.

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