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DOI 10.1055/s-00023617

Journal Club AINS

In dieser Ausgabe:

Neue Behandlungsmöglichkeiten für Infektionen der Blutbahn

Eine internationale klinische Studie unter der Leitung von Professor Dr. med. Achim Kaasch, Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Professor Dr. med. Harald Seifert, ehemaliger stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Uniklinik Köln und Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), konnte entscheidende neue Erkenntnisse zur Behandlung von Blutstrominfektionen mit dem Erreger Staphylococcus aureus gewinnen.

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KI-basierter Algorithmus ermöglicht bessere genetische Diagnosen

Ein Team des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck hat einen Algorithmus entwickelt, der durch maschinelles Lernen vorhersagen kann, ob Genvarianten für bestimmte Krankheiten verantwortlich sein können. So ermöglicht er bessere Diagnosen bei seltenen angeborenen Erkrankungen. Durch die Arbeit mit dem STIGMA genannten Algorithmus (das Akronym steht für single-cell tissue-specific gene prioritization using machine learning) haben die Forschenden bereits mehrere neue Krankheitsgene identifiziert. Veröffentlicht wurden ihre Erkenntnisse im renommierten Fachblatt The American Journal of Human Genetics (Saranya Balachandran et al., STIGMA: Single-cell tissue-specific gene prioritization using machine learning, The American Journal of Human Genetics, 2024).

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DZHK-Studie: Immunantwort beim Broken-Heart-Syndrom dämpfen

Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg untersuchen in einer Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) erstmals, ob ein entzündungshemmendes Medikament den Herzmuskelschaden beim Broken-Heart-Syndrom mildern kann.

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Individualisierter PEEP reduziert Atelektasen bei bariatrischen Patienten

Atelektasen sind eine häufige Komplikation bei Patienten, die sich einer Operation in Vollnarkose unterziehen, insbesondere bei adipösen Patienten. Postoperative Atelektasen können länger als 24 Stunden andauern und zu einer Vielzahl anderer Komplikationen führen, einschließlich Hypoxämie und Lungenentzündung. Die Applikation eines positiven endexspiratorischen Druckes (PEEP) kann dazu beitragen, die Alveolen während der Operation offen zu halten und eine postoperative Atelektase zu verhindern. Ein fester PEEP ohne Berücksichtigung der Atemmechanik des individuellen Patienten ist jedoch nicht optimal. Ein individualisierter PEEP scheint die Sauerstoffversorgung sowohl bei nicht adipösen als auch bei adipösen Patienten zu verbessern.

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Individuell angepasster PEEP bei extrem adipösen Patienten vorteilhaft

Da die Prävalenz einer Superobesitas (Body-Mass-Index 50 kg/m 2 oder höher) kontinuierlich zunimmt, müssen Anästhesisten Behandlungsstrategien für diese Patienten in der perioperativen Phase entwickeln. Superobesitas führt zu erheblichen Veränderungen in der Lungenmechanik und kann diese Patienten einem höheren Risiko für perioperative unerwünschte Ereignisse, einschließlich pulmonaler Komplikationen, aussetzen, was möglicherweise zu einem längeren Krankenhausaufenthalt und einer erhöhten Mortalität führt. Bei diesen Patienten verringern Vollnarkose und laparoskopische Chirurgie das endexspiratorische Lungenvolumen durch Senkung des endexspiratorischen transpulmonalen Drucks und führen zur Bildung dorsobasaler Atelektasen und zur Überblähung der ventilierten Lunge. Die protektive mechanische Beatmung während der Operation zielt darauf ab, eine zyklische Überdehnung durch Nutzung eines niedrigen Atemzugvolumens (VT) und einen Alveolarkollaps durch Nutzung eines positiven endexspiratorischen Drucks (PEEP) zu verhindern.

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Biomarker für Neurodegeneration können postoperatives Delir vorhersagen

Das postoperative Delir ist eine häufige und schwerwiegende kognitive Erkrankung, die 10–60 % der Patienten nach einer größeren Operation betrifft. Das Delir ist ein akuter Verwirrtheitszustand, der durch Veränderungen der Aufmerksamkeit, des Bewusstseins und des organisierten Denkens gekennzeichnet ist. Das Auftreten eines Delirs ist mit einer verminderten langfristigen körperlichen und kognitiven Funktion verbunden. Das Verständnis der Pathophysiologie des postoperativen Delirs und seines Zusammenhangs mit langfristigen kognitiven Veränderungen ist wichtig für die Entwicklung geeigneter Forschungsansätze, die sich mit dem Mechanismus dieses Zusammenhangs befassen.

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Schwere Blutung und Koagulopathie nach Trauma

Das Trauma bleibt eine erhebliche Belastung für die öffentlichen Gesundheitssysteme und ist Ursache für weltweit rund 8 % aller Todesfälle. Für die Altersgruppe der 10- bis 24-Jährigen sind Verkehrsunfälle, Selbstverletzung und Gewalt die Hauptursachen für durch gesundheitliche Einschränkungen verlorene Lebensjahre; in der Altersgruppe 25–49 sind es die Verkehrsunfälle. Unkontrollierte Blutungen und die traumainduzierte Koagulopathie (TIK) verbleiben als Hauptgründe vermeidbarer Fälle von Multiorganversagen und Tod nach Polytrauma relevant 1 .

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