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DOI 10.1055/s-00000036

Laryngo-Rhino-Otologie

In dieser Ausgabe:

Dynamische Verfahren zur Gesichtsnervenrekonstruktion

Zu den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit Gesichtsnervenlähmung gehören statische und dynamische OP-Verfahren. Für eine Wiederherstellung der Lidschlussfunktion sind statische Rekonstruktionen ausreichend; soll das Lächeln rekonstruiert werden, das für das psychosoziale Leben des Patienten wichtig ist, kommen dynamische Verfahren zum Einsatz wie verschiedene Nervenanastomosen, die Labbé-Prozedur und der Grazilis-Lappen.

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Präaurikuläre Raumforderung mit intrakranieller Ausdehnung – eine seltene Diagnose

Ein 26-jähriger Patient stellte sich notfallmäßig bei seit 8 Monaten persistierender Schwellung und Schmerzen präaurikulär links in unserem HNO-Ambulatorium vor. Anamnestisch war der Patient bereits 3-malig in einem anderweitigen Spital vorstellig gewesen, wo bei V. a. Sialadenitis der Gl. Parotis jeweils eine antibiotische Therapie mit Co-Amoxicillin etabliert wurde. Trotz analgetischer und antibiotischer Therapie war es jedoch zu keiner Besserung der Beschwerden gekommen. Eine Bildgebung war b...

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Akute Atemwegsverlegung durch eine akzessorische Ohrmuschel bei einem Neugeborenen

Aufgrund eines vorzeitigen Blasensprungs mit pathologischen Befunden in der Kardiotokografie wurde ein Mädchen unter primärer, unkomplizierter Sectio caesarea im Gestationsalter von 40 Wochen mit einem Gewicht von 4040 Gramm im Oktober 2019 geboren. Bei der Primärversorgung war eine kurzfristige Atemunterstützung mithilfe einer Gesichtsmaske notwendig, worunter sich das Neugeborene schnell stabilisierte. Bei Aufregung wurden jedoch ein inspiratorischer Stridor sowie juguläre Einziehungen beobach...

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Rettung in letzter Not – Der „Immer-so-Beweis“ bei der ärztlichen Patientenaufklärung

In Arzthaftungsverfahren hat die Rechtsprechung immer wieder prozessuale Besonderheiten entwickelt, die bei der Abwehr von Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen eine ausschlaggebende Bedeutung haben können. Hierzu zählt auch der „Immer-so-Beweis“. Dieser ermöglicht dem verantwortlichen Arzt, auch ohne eine konkrete Erinnerung an das tatsächliche Geschehen das Gericht von einer ordnungsgemäßen Aufklärung des Patienten zu überzeugen. Da immer der behandelnde Arzt die korrekte Risikoaufklär...

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Endonasale Chirurgie von Nasenrachenfibromen

Vollständige Entfernung des Tumorgewebes unter Verzicht auf eine En-bloc-Exzision.

Der endonasale Zugang bietet bei den meist jüngeren Patienten gute Voraussetzungen für eine Operation unter maximaler Schonung der Wachstumszonen sowie unter Erhalt von Funktion und Ästhetik im Mittelgesicht.

Geeignet zur ausschließlich endonasalen Chirurgie sind insbesondere kleinere Nasenrachenfibrome im Bereich von Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen, Nasopharynx sowie der Fossa pterygopalatina. Bei unerwarteten Veränderungen der Sachlage kann im Einzelfall intraoperativ auf ggf. miniaturisierte, ergänzende Eingriffe von außen (z. B. transoraler Zugang) zurückgegriffen werden.

Große Angiofibrome mit einer wesentlichen Ausdehnung in die Fossa infratemporalis, den Sinus cavernosus, die Orbita oder nach intrakraniell sollten nur durch erfahrene Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgen, ggf. in Absprache oder Teambildung mit weiteren Disziplinen (z. B. Neurochirurgie), angegangen werden.

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Broich, Fränkel und Harke: Geschichte des deutschen rhinologischen Beitrags zur Nasenspülung

Anhand der frei verfügbaren Literatur wird die Entwicklung der Nasenspüler nach Broich, Fränkel und Harke dargestellt. Es wird dabei auf die Nasenspülung als Therapiemaßnahme, die dabei verwendeten Therapeutika und die persönliche Geschichte der jeweiligen Entwickler eingegangen.

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Zur Geschichte der Kehlkopftuberkulose

Bis zur Einführung der Antituberkulotika in die Behandlung war die Kehlkopftuberkulose eine unheilbare, in der Regel zum Tode führende Infektionskrankheit. Seit dem 18. Jahrhundert erforschten Mediziner dieses Krankheitsbild; nach Fortschritten in der laryngologischen Diagnostik erfolgten medikamentöse Lokaltherapien, umschriebene operative Eingriffe, auch Versuche mit Röntgenstrahlen. Erst durch die Entwicklung der Tuberkulostatika (40er/50er-Jahre des letzten Jahrhunderts) verlor die Larynxtub...

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Syndrom der klaffenden Tube

Das Syndrom der klaffenden Tuba auditiva (eustachii) ist gekennzeichnet durch eine von Schwartze (1864) und Jago (1867) erstmals beschriebene atemsynchrone Bewegung des Trommelfells. Sie führt zu einem Druckgefühl auf den Ohren, atemsynchronen Ohrgeräuschen und Autophonie. Die Prävalenz der Erkrankung ist selten. Nur 10–20 % der Betroffenen suchen wegen der Beschwerden einen HNO-Arzt auf15.

Eine 19-jährige Patientin klagt seit längerem über ein unklares Druckgefühl im rechten Ohr, beim Sprechen u...

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Ohrgeräusche zutreffend begutachten: Möglichkeit, Plausibilität und Wahrscheinlichkeit

Ohrgeräusche als subjektive, individuelle Empfindung entziehen sich einem objektiven Nachweis. In der Begutachtungssituation sind sie zudem von physiologischen oder spontanen Hörsensationen abzugrenzen.

In Bezug auf die neue Königsteiner Empfehlung und auf die Rechtsprechung des letzten Jahres ist vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Kausalitätsbegriffe in der Gesetzlichen und Privaten Unfallversicherung eine stringente Prüfung zur Feststellung, ob eine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit ei...

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Bei der Begutachtung oft nicht bedacht: Unfallpatienten und Patienten nach einem Lärmtrauma – Eine patientenzugewandte, komplementäre Sichtweise

Patienten, die einen Tinnitus im Rahmen eines Unfallgeschehens, eines Lärmtraumas oder anderer externer Einflüsse erworben haben, weisen in der Behandlung wichtige Besonderheiten auf. Obwohl ihr Leiden meist ohne eigene Schuld durch äußere Umstände oder andere Menschen ausgelöst wurde, ist für sie ein von außen schwer erkennbarer dauerhafter Schaden entstanden, für den sie selbst ihre verbliebenen Ressourcen aufbieten müssen, um mit einem Leiden am Tinnitus und meist auch dem Hörschaden adäquat ...

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Editorial

Laudatio

Referiert und Diskutiert

Buchbesprechung

Sehen und Verstehen

Übersicht

Originalarbeit

Der interessante Fall

Gutachten und Recht

CME-Fortbildung

Facharztfragen

OP-Techniken

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