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DOI 10.1055/s-00000036

Laryngo-Rhino-Otologie

In dieser Ausgabe:

Retrograde krikopharyngeale Dysfunktion – von der Pathophysiologie bis zur Praxis

Die retrograde krikopharyngeale Dysfunktion (R-CPD), auch als „No-Burp-Syndrome“ bezeichnet, ist ein Krankheitsbild, welches wir im klinischen Alltag zunehmend häufiger beobachten. Charakteristischerweise berichten die Patient*innen von der Unfähigkeit, Luft aufzustoßen, über die Wahrnehmung retrosternaler gurgelnder Geräusche sowie über eine ausgeprägte abdominelle Überblähung 1 2 3 4. Erstmalig wurde dieses Krankheitsbild 2019 vom amerikanischen Arzt Dr. Robert W. Bastian (Bastian Voice Institute, USA) in einer Fallserie von 51 Patient*innen beschrieben 1.

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Trachealtumoren

Primäre Trachealmalignome sind selten, die beiden häufigsten histologischen Subtypen sind das Plattenepithelkarzinom und das adenoidzystische Karzinom. Beide Tumorentitäten unterscheiden sich hinsichtlich des lokalen Wachstumsmusters und der Prognose. Den diagnostischen Standard bilden Bronchoskopie und radiologische Schnittbildgebung. Bei fehlender Fernmetastasierung und technischer Resektabilität ist die Operation die Therapie der Wahl. Auch im Falle einer inkompletten Resektion kann, insbeson...

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Ballondilatation der Eustachischen Röhre: Usability-Analyse einer 4-händigen Insertionstechnik

Bei dilatorischer Eustachischer Tubendysfunktion gilt die Ballondilatation der Eustachischen Röhre (BDET) als bevorzugte Eskalationsmaßnahme bei Versagen konservativer Maßnahmen. Das TubaInsert-Einführgerät in Kombination mit dem TubaVent-Short-Ballonkatheter ist ein schlankes designtes Einweg-BDET-System, das eine 4-händige Technik mit Übergabe des Endoskops erfordert. Dies erlaubt eine beidhändige Ballonkatheter-Insertion. Ziel dieser Studie war die Bewertung der Benutzerfreundlichkeit.

Teilneh...

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Prä- und postoperative Standards in der Ohrchirurgie – interne Umfrage der ADANO Otologie-Fachgruppe

Die perioperative Versorgung in der Ohrchirurgie spielt eine zentrale Rolle für den Behandlungserfolg. Dennoch bestehen möglicherweise erhebliche Unterschiede in den klinischen Standards, zumal evidenzbasierte Leitlinien fehlen. Angesichts der zunehmenden Komplexität ohrchirurgischer Eingriffe und der Bedeutung einer hochwertigen Nachsorge ist die Standardisierung von Maßnahmen essenziell, um Komplikationen zu minimieren und Ergebnisse zu verbessern.

Dreißig Multiple-Choice-Fragen zu prä-, peri- ...

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Unterlippenrekonstruktion nach Teilamputation mit hyperspektraler Bildgebung zur Perfusionskontrolle

Bissverletzungen sind in Deutschland häufig und werden in 60–80% durch Hunde verursacht. Rund 2 Drittel der Hundebissverletzungen betreffen Kinder und Jugendliche, wobei kleinere Kinder aufgrund ihrer Körpergröße und ihres Interaktionsverhaltens besonders gefährdet sind. Verletzungen treten bei dieser Altersgruppe oft im Kopf-Hals-Bereich auf, wobei die Lippen aufgrund ihrer exponierten Lage besonders anfällig sind [Rothe K et al. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 433–443]. Hinzu kommt das hohe Infek...

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Aus der Gutachtenpraxis: Cochlea-Implantat und Lärmbereich

In Deutschland wurden die ersten Cochlea-Implantat-Versorgungen vor etwas mehr als 40 Jahren durchgeführt. Anfangs wurden CIs nur bei beidseitiger Gehörlosigkeit implantiert. Über die Jahre wurden die Indikationskriterien mehr und mehr erweitert. Heute ist die Versorgung mit CI-Systemen ein etabliertes Verfahren zur Behandlung von fortgeschrittener Schallempfindungsschwerhörigkeit bis zur sensorischen Taubheit. Insbesondere werden heute auch Menschen mit einseitiger Taubheit (Single Sided Deafne...

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Flugtauglichkeit und Sauerstoffempfehlung bei chronischen Lungenerkrankungen

Bei Lungenkrankheiten können Flugreisen aufgrund hypobarischer Hypoxie, reduzierter Luftdruckverhältnisse und begrenzter Möglichkeiten zur Notfallversorgung eine Herausforderung darstellen. Eine individuelle Risikoeinschätzung vor dem Flug ist deshalb entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und eine sichere Reise zu gewährleisten.

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Eingriffe an Hals, Ösophagus und Mediastinum

Operationen an einer Rezidivstruma sind mit einer hohen Rate an großen Komplikationen in Form von permanentem Hypoparathyreoidismus (≥ 5 %) und/oder Schädigung des Nervus laryngeus recurrens (> 20 %) belastet. Aus diesem Grunde ist schon bei der Indikationsstellung eine große Sorgfalt anzulegen, zumal es sich häufig um ältere Patienten handelt. Intraoperativ sind mehrere Besonderheiten zu beachten.

Der oftmals in der Voroperation benutzte Kocher-Kragenschnitt führt meistens nur zu einem unzureich...

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