• Kommunikativ-pragmatische Störungen bei Alzheimer-Demenz

     

Kommunikativ-pragmatische Störungen bei Alzheimer-Demenz

Die Alzheimer-Demenz hat spezifische kommunikativ-pragmatische Defizite, aber auch spezifische Ressourcen, die in der Kommunikation mit Betroffenen genutzt werden können. Die Störung der Pragmatik ist sowohl auf bestehende sprachliche Defizite als auch auf kognitive Defizite zurückzuführen. Bei Beeinträchtigungen in der Verarbeitung nicht wörtlicher Sprache scheinen kognitive Funktionen eine größere Rolle zu spielen als sprachliche.

 

LERNZIEL

Die Alzheimer-Demenz wird hinsichtlich ihrer sprachlichen und kommunikativ-pragmatischen Beeinträchtigungen und Ressourcen dargestellt. Es wird Wissen über die Ursache der Pragmatikstörung bei leichtgradiger Alzheimer-Demenz und über deren Implikation für die Therapie vermittelt.

Die Alzheimer-Demenz ist die am häufigsten auftretende Demenzform im höheren Alter. Sie zeichnet sich aus durch einen schleichenden Beginn und ein langsames Fortschreiten von kognitiven Beeinträchtigungen, die in der Konsequenz Probleme in der Bewältigung des Alltags nach sich ziehen. Die beobachtbaren Symptome zeigen sich in den Kernbereichen Kognition, Verhalten und Aktivität.

 

HINTERGRUNDWISSEN

Kognitive Beeinträchtigungen bei Alzheimer-Demenz

  • Kognition: Frühe Symptome sind Gedächtnisstörungen, visuokonstruktive Defizite und bereits sprachlich-kommunikative Beeinträchtigungen. Weitere Beeinträchtigungen zeigen sich u. a. in Orientierung, exekutiven Funktionen, Aufmerksamkeit und Lernen.
  • Verhalten: Im frühen Stadium sind Depressionen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Antriebsverlust zu beobachten. Im Verlauf können aggressives Verhalten, motorische Unruhe, generelles Misstrauen, Wahnphänomene und Sinnestäuschungen auftreten.
  • Aktivität: Betroffene ziehen sich früh aus dem sozialen und gesellschaftlichen Leben zurück und Hobbys werden aufgegeben. Im Verlauf sind häusliche Aktivitäten wie das selbstständige Einkaufen bzw. Kochen, der Umgang mit Geld, die persönliche Hygiene und auch die Nahrungsaufnahme nicht mehr ohne Hilfe möglich.

Kombinierter Schädigungsprozess

Sprach- bzw. Kommunikationsstörungen sind typisch bei Alzheimer-Demenz und können schon früh im Krankheitsverlauf auftreten. Ursächlich sind dabei 2 Schädigungsprozesse:

  • Zum einen liegt eine Beeinträchtigung der Sprachsystematik durch eine Schädigung (Atrophie) der sprachrelevanten Hirnareale zugrunde.
  • Zum anderen liegen kognitive Defizite vor, die exekutive (Planungsfunktionen), mnestische (Gedächtnis) und attentionale Beeinträchtigungen (Aufmerksamkeit) beinhalten und ebenfalls Sprache und Kommunikation beeinflussen.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Kommunikativ-pragmatische Störungen bei Alzheimer-Demenz

Aus der Zeitschrift: Sprache - Stimme - Gehör 02/2020

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