• Interview

     

Sprachdiagnostik aus Sicht einer Mutter von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen

Sie haben als Mutter von 3 Kindern mit bestehender oder ehemaliger Sprachentwicklungsstörung seit 14 Jahren Kontakt zur Logopädie in den verschiedensten Kontexten: diagnostische Einrichtungen, sprachtherapeutische Praxen, Sprachheil- und Integrationskindergarten, Sprachheilschule. Ihre Kinder haben Sprachdiagnostik innerhalb dieser Einrichtungen, aber auch beim Kinderarzt, beim Gesundheitsamt, bei der Schulbehörde, in Sozialpädiatrischen Zentren und Phoniatrischen Abteilungen durchlaufen. Welche Bedeutung hat eine logopädische Diagnostik für Sie als Mutter, welche Bedeutung sehen Sie darin für Ihr Kind?

Für mich als Mutter kann eine logopädische Diagnostik eine Antwort darauf geben, ob mein Kind eine altersgemäße Sprachentwicklung hat oder nicht. Wenn die Sprachentwicklung auffällig ist, sollte sie mir sagen, was auffällig ist und ob eine Behandlung notwendig ist. Für das Kind ist die Diagnostik die Chance eine rechtzeitige Behandlung zu erhalten, damit die Sprachentwicklung nicht immer weiter von der regelrechten Entwicklung abweicht und damit es später nicht zu Schulproblemen kommt.

Im Rahmen einer sprachtherapeutischen Diagnostik werden oftmals standardisierte Verfahren durchgeführt, die ein Kind mit altersgleichen Kindern vergleicht. Wie stehen Sie zu solchen Verfahren?

Für mich als Mutter sind diese Verfahren, die vielleicht für das Kind nicht immer angenehm sind, da es seine Schwächen dabei merken kann, wichtig, damit ich weiß, ob und wenn, wie stark mein Kind in seiner Sprachentwicklung von der regelrechten Entwicklung abweicht. Ich halte die standardisierte Diagnostik für das Kind zumutbar, gerade wenn die Situation freundlich und spielerisch gehalten ist.

Sie haben viele diagnostische Sitzungen in den verschiedensten Institutionen durchlaufen. Sehen Sie Unterschiede in der Art der Durchführung und den Ergebnissen?

Allein die zeitliche Dauer einer Untersuchung unterschied sich deutlich je nach Einrichtung. Am Kürzesten was diese auf dem Gesundheitsamt, wo ich das Gefühl hatte, dass eine Standarddiagnostik, nicht spezifisch auf mein Kind zugeschnitten, durchgeführt wurde. Mein Kind musste hier nur einzelne Wörter produzieren, so dass es seine Schwierigkeiten mit dem Satzbau gar nicht zeigen konnte. Die pädaudiologische Diagnostik war ähnlich kurz. Sie wurde in einem zu engem Raum in meinem Beisein durchgeführt und ich konnte sehen, dass mein Kind nicht bei der Sache war. Im SPZ oder in der Praxis war die Diagnostik deutlich ausführlicher und z.T. wurde mir gut erklärt, welche Befunde sich ergaben.

 

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Aus der Zeitschrift Sprache • Stimme • Gehör 2/2016

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