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Chinesische Arzneimitteltherapie bei Infekten

Die Behandlung von Erkältungskrankheiten und Infekten durch chinesische Arzneimitteltherapie ist hervorragend und schnell wirksam. Auch bei viralen Infekten wirken die bekannten Rezepturen, da sie nicht erreger- sondern syndromspezifsch angewendet werden. Dieser Artikel stellt die wichtigen Syndrommuster, die passenden Arzneimittel und Rezepturen praktikabel vor.

Aus Sicht der CM werden Infekte durch „äußere pathogene Faktoren“ (6 klimatische Exzesse, liuyin) verursacht: Kälte (algor, han) meist in Kombination mit Wind (ventus, feng), Hitze (calor, re) und Feuer-Toxine (ardor, duhuo), Sommerhitze (aestus, shu) und manchmal auch Feuchtigkeit (humor, shi) sind im Vordergrund. Die Vorstellung der CM ist, dass dieses Pathogen in die Oberfläche (extima, biao) über die Leitbahnen oder Schleimhäute (Funktionskreis Lunge und Großes-Yang-Leitbahnen) eindringen und zunächst die Wehrenergie (qi defensivum, weiqi) blockieren. Dies führt zu Frösteln, Schüttelfrost , leichtem Fieber, Schwitzen (abhängig vom Pathogen und Stadium), Muskel- und Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Berücksichtigt wird immer auch

  • die allgemeine Konstitution (liegt eine energetische Erschöpfung [depletio / xu] vor?) und
  • das Stadium der Erkrankung.

Die hier gebrauchte Differenzierung erfordert lediglich die Orientierung an den Symptomen, zwar sind Grundkenntnisse in der CM nützlich, eine große Erfahrung in der Puls- und Zungendiagnostik sind aber nicht notwendig. Im Folgenden werden die am häufigsten in der Praxis vorkommenden Syndrommuster und ihre Behandlung vorgestellt.

Kälte-Wind-Schädigung in der Oberfläche(algor venti, hanfeng)

Typische Symptome sind:

  • Exposition des Körpers in einer (zu) kalten Umgebung, starker Luftzug, Klimaanlage,
  • Frieren und Kältegefühl, auch Einwickeln in warme Kleidung oder Decken bringt nur kurzzeitige Erwärmung,
  • leichte bis starke Kopfschmerzen, Schmerzen in den Muskeln, Armen, Beinen und / oder im Rücken,
  • Naselaufen (sehr viel klares Sekret),
  • ev. Druck auf der Brust und Husten ohne Auswurf.
  • Kein Schwitzen!
  • Die Pulse sind nach oben drängend, mächtig und voll, unter Umständen verlangsamt (pp. tardi, repeleti et superficiales).
  • Die Zunge ist meist wenig verändert, meist sehr blass und etwas feucht.

In der chinesischen Pharmakopoe stehen eine ganze Reihe von Arzneimitteln bereit, die die Oberfläche wärmen, pathogene Wind-Kälte (algor venti, hanfeng) ausleiten und dadurch auch schmerzstillend und infektbehebend wirken. Alle diese Kräuter sind warm, meist auch von der Geschmackswirkung scharf und aromatisch und wirken auf Oberfläche und den Funktionskreis Lunge.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Chinesische Arzneimitteltherapie bei Infekten

Aus der Zeitschrift zkm - Zeitschrift für Komplementärmedizin 05/2013

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