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Nitrosativer Stress im Gehirn – pathogene Auswirkung des Mobilfunks?

Stickoxid erfüllt verschiedene physiologische Aufgaben im Körper, z. B. im Immunsystem, im Gefäßsystem und bei der Steuerung des programmierten Zelltods. Zu große Mengen Stickoxid (nitrosativer Stress) führen jedoch zu Schäden im Organismus. Aus epidemiologischen Daten sowie aus dem Anstieg der Stickoxidexhalation unter Mobilfunkeinfluss lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Zunahme des Mobilfunks und der steigenden Prävalenz psychischer Erkrankungen ableiten.

Die Zunahme des Mobilfunks wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Aus ärztlicher Sicht ist festzustellen, dass es keine ernstzunehmende Untersuchung zur Technikfolgenabschätzung gegeben hat, die insbesondere die Wirkung auf kranke und gesunde Menschen untersucht. Einziger betrachteter Parameter der Industrie und Aufsichtsbehörden der Politik ist die thermische Wirkung der Handystrahlung. Überspitzt gesagt wurde untersucht, ob eine Gewebeerwärmung – ähnlich dem Fleisch in der Mikrowelle – zu erwarten ist. Allein durch die geringe Abstrahlleistung war vorher klar, dass ein Erwärmungseffekt nicht auftreten wird.

Effekte der Mobilfunkstrahlung

Biologische Organismen haben komplizierte regulative, teils auch chaotische und überschießende Regelkreise mit interindividueller Eigenregulation, teils völlig konträr zu eventuellen Vergleichspersonen zu bieten. Daher ist im „Mittel“ über alle Personen möglicherweise kein Effekt zu dokumentieren, wenn man es in Studien so als Ergebnis erhalten will.

Trotzdem gibt es Effekte, die eigentlich vor Einführung des Mobilfunks hätten abgeklärt werden müssen. Hierzu zählen:

  • Erhöhung der Stickoxid(NO)-Gaskonzentration der Ausatmungsluft durch Erhöhung der NO-Synthaseaktivität (Exspirationsluft)
  • Störung der Blut-Hirn-Schranke, messbar über Transthyretrin und Protein S100B
  • paradoxe Regulationsstörung in der Thermografie
  • ADHS-Syndrom bei neugeborenen Mäusen nach Exposition schwangerer Mäuse mit Mobilfunk
  • Zusammenhang Neurostressanalysen und Mobilfunk
  • SOD (Superoxiddismutase) ist ein elektromagnetisch empfindliches Enzym, welches im nitrosativen Stress eine übergeordnete Rolle spielt.
  • NO-Gas zur Einleitung des programmierten Zelltods (Apoptose, im Gehirn unerwünscht)
  • hohe NO-Spiegel, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Die alte Theorie von den β-Amyloid-Plaques als Auslöser ist dagegen inzwischen verlassen worden, da dies ein sekundäres Phänomen ist.

Prof. Ulrich Warnke von der Universität des Saarlandes berichtet über die rasche nasale NO-Ausatmung unter relativ kurzer Exposition mit Mobilfunk. Sehr einfach nachweisbar ist eine dauerhaft zu hohe NO-Belastung heute durch die Analyse der Abbauprodukte des NO-Stoffwechsels im Urin Citrullin, Nitro-Phenyl-Essigsäure und Methylmalonsäure.

 

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Aus der Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 1/2013

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