• Menschen beim Kochen © westend61

    Selbst handeln: Mit ausgewählten Speisefetten – viel Omega-3, wenig Omega-6 – kann das Entzündungsgeschehen positiv beeinflusst werden.

     

Antientzündliches Essen – Rheumaernährung konkret und praktisch

„Es gibt keine Rheuma-Diät” – das bekommen Patienten leider häufig zu hören und zu lesen. Ernährungsfachkräfte werden jedoch nicht müde zu erläutern, dass bestimmte Ernährungsmaßnahmen über die allseits bekannten DGE-Empfehlungen hinaus wichtig sind. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit für Rheumatiker notwendig.

Betroffene wollen wissen, wie aufwändig die Ernährung sein muss. Sie lesen und hören von Vegetarismus bis hin zur veganen Kost und dass sie auf Alkohol und  Nikotin verzichten sollen. Irritierend sind die Empfehlungen, tierische Fette und v.a. Schweineschmalz zu meiden, überhaupt  das Schweinefleisch wegzulassen und dafür Fisch zu essen. In Internetforen, in denen sich Rheumakranke austauschen, finden sich Befragungen, wer sich wie ernährt. Ergebnisse sind, dass zwei Drittel der Betroffenen weiterhin
Fleisch essen, die meisten lediglich Produkte aus und vom Schwein weglassen. Die folgenden Ausführungen zeigen, dass nicht nur Schweinefleisch gemieden werden sollte.

Vegetarier haben seltener Rheuma   

Sicher und über Untersuchungen nachgewiesen ist, dass Rheuma nur in Ausnahmefällen direkt durch die Ernährung ausgelöst wird. Als Ausnahmefälle werden Kollagenosen und dabei besonders der Lupus erythematodes und die bei diesen Menschen auftretenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. gegenüber Laktose, Fruktose sowie Gluten) diskutiert. Nach aktueller Studienlage zeigt sich, dass Vegetarier tatsächlich deutlich weniger entzündlich-rheumatische Erkrankungen aufweisen als Mischköstler. Diese verzehren viele Lebensmittel, z. B. Fleisch und Fleischwaren, die entzündungsfördernde Substanzen enthalten.

Als Ursache für entzündlich-rheumatische Reaktionen wurden Prostaglandine erkannt und benannt. Diese entstehen aus der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure, die sowohl im Körper synthetisiert wird, als auch überwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Über die Nahrung zugeführte Arachidonsäure wird zu 90 % in die Zellen resorbiert und steht dort zur Bildung der entzündungsfördernden Substanzen zur Verfügung. Als den Rheumaschub auslösend werden von Betroffenen verschiedene Lebensmittel genannt.

Lesen Sie den gesamten Beitrag aus der Ernährung & Medizin: Antientzündliches Essen – Rheumaernährung konkret und praktisch

Quelle: Ernährung & Medizin: Antientzündliches Essen – Rheumaernährung konkret und praktisch

FOM-Kongress 2015 Das gesamte Programm im Überblick

Buchtipps

Vollwert-Ernährung
Karl von Koerber, Claus LeitzmannVollwert-Ernährung

Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung

EUR [D] 49,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.