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Asthma und Vitamin D

Deutschlandweit sind über 3 Millionen Erwachsene von Asthma bronchiale und über 12 Millionen von allergischer Rhinitis betroffen. Studien belegen, dass Vitamin D eng mit der Regulation des Immunsystems verbunden ist. Die gezielte Beseitigung eines Vitamin-D-Mangels führt daher zu deutlich positiven Auswirkungen bei diesen Erkrankungen sowie bei Infektionskrankheiten und Autoimmunerkrankungen. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorbeugung und Behandlung ist eine tägliche Dosis des Sonnenhormons, die den Vitamin-D-Spiegel ganzjährig in einem Bereich von 40–60 ng/ml hält.

Die nachstehenden Ausführungen zur Epidemiologie beruhen auf bundesweiten, repräsentativen Untersuchungen des Robert Koch Institutes, die im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt und publiziert wurden. Asthma bronchiale und allergische Rhinitis sind Erkrankungen mit hoher Krankheitslast, deren Symptome zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können. Deutschlandweit sind mehr als 3 Millionen Erwachsene von Asthma bronchiale betroffen; mehr als 12 Millionen Erwachsene berichten, unter einer allergischen Rhinitis zu leiden. Frauen sind häufiger von Asthma bronchiale und allergischer Rhinitis betroffen als Männer. Im Zehnjahreszeitraum zwischen BGS98 (1997–1999) und DEGS1 (2008–2011) hat sich der Anteil der Asthmatiker erhöht.

Bei Kindern sieht es nicht viel besser aus als bei Erwachsenen: Zwischen den beiden repräsentativen Untersuchungen an Kindern von 2006 und 2012 ist der Anteil der Asthmatiker statistisch signifikant angestiegen, v. a. bei kleinen Kindern bis 6 Jahre. Aktuell sind 0,5 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Jedes 5. Kind mit Asthma hat Fehlzeiten in Kita oder Schule aufgrund seiner Erkrankung, im Durchschnitt 1 von 38 Schulwochen im Jahr.

Ein Hinweis auf eine Verbindung zwischen diesen Erkrankungen und dem bevölkerungsweiten Vitamin-D-Mangel findet sich jedoch in keiner der vorstehenden repräsentativen Publikationen. Das ist umso erstaunlicher, als die Verbindung von Vitamin D und dem Immunsystem einen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) anerkannten „Health Claim“ darstellt. Grund genug, mit den nachfolgenden Fakten gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten.

Paradigmenwechsel bei Vitamin D

Seit meinem ersten Buch zur Darstellung der erweiterten Eigenschaften von Vitamin D vor rund zehn Jahren wurden zwar zahlreiche weitere Bücher auch von anderen Autoren sowie Tausende wissenschaftlicher Publikationen zu diesem Thema veröffentlicht. Das Wissen um die Eigenschaften und Wirkweise von Vitamin D ist jedoch noch lange kein Allgemeingut. Das trifft auch und insbesondere immer noch auf die medizinische Praxis zu. Angesichts des mehr als umfangreichen Materials werden die grundlegenden Eigenschaften des „Sonnenhormons“ hier nur schlaglichtartig beleuchtet. Bei der Erforschung der Eigenschaften von Vitamin D gab es gleich mehrere Paradigmenwechsel:

  • Vitamin D ist gar kein Vitamin, das wir essen müssen, wie die übrigen Vitamine, sondern ein Prohormon, das in der Haut mithilfe der UVB-Strahlung der Sonne gebildet wird. Die Haut wird damit zu einer Drüse und aus dem Vitamin ein Sonnenhormon.
  • Vitamin D wird nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern für praktisch alle Organe und Zellen im Körper, die über Vitamin-D-Rezeptoren verfügen, benötigt.
  • Zu den vielfältigen Aufgaben des Sonnenhormons gehört u. a. die epigenetische Steuerung von rund 2000 Genen. So beeinflusst Vitamin D sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem und ist in der Lage, körpereigene Antibiotika herzustellen.
  • Nicht nur Säuglinge haben einen Mangel an Vitamin D, sondern praktisch die gesamte Bevölkerung. Der Grund hierfür ist der grundlegend veränderte Lebensstil.
  • Ein Mangel an Vitamin D beeinflusst nicht nur die Entstehung und den Verlauf von Rachitis und Osteoporose, sondern nahezu aller chronischen Krankheiten.

Bei der Beschäftigung mit dem Sonnenhormon wird immer deutlicher, dass die Bedeutung von Vitamin D für das Immunsystem – und damit für alle Autoimmunerkrankungen – weitaus größer ist, als ursprünglich gedacht. Wir haben dem Thema „Autoimmunerkrankungen“ daher den Kongress für menschliche Medizin 2018 gewidmet und stellen die videodokumentierten Vorträge als weiterführende Informationen auf der Website des Kongresses und der Akademie für menschliche Medizin zur Verfügung. Speziell in Bezug auf allergische Atemwegserkrankungen gibt es inzwischen mehrere aktuelle Publikationen zur Bedeutung von Vitamin D, die nachfolgend näher vorgestellt werden.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Asthma und Vitamin D

Aus der Zeitschrift  Erfahrungsheilkunde 5/2018

 

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