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Ayurvedische Therapie bei Multipler Sklerose

Für die Multiple Sklerose existiert im schulmedizinischen System keine kausale Therapie. Im Ayurveda wird die energetische Grundlage der Erkrankung betrachtet, dadurch sind alle Störungen sicher diagnostisch einzuordnen. Alle Symptome sind aus ayurvedischer Sicht Zeichen einer Übererregung des dosha vata, die sich insbesondere in den Geweben von Muskeln und Mark sowie dem ojas, dem Immunsystem, abspielt. Durch diese Reizung wird agni, das Verdauungsfeuer, geschwächt und ama, krankheitsfördernde Metabolite, gebildet. Die ayurvedische Therapie konzentriert sich darauf, erst ama zu verdauen und dann vata im Alltag zu beruhigen. Es gibt eine Fülle von vata-reduzierenden Ansätzen mit Phyto- und Ernährungstherapie, äußerlichen Behandlungen und Yoga. Bei schweren Formen und zur Prävention von Schüben sind Reinigungstechniken indiziert.

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch verlaufende, entzündlich-demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei gehen Nervenzellen unter, weswegen die Multiple Sklerose zu den neurodegenerativen Erkrankungen gezählt wird. Die Multiple Sklerose kommt am häufigsten in Ländern mit gemäßigtem Klima vor. Sie hat ein Vorkommen von ca. 1 %, damit ist sie eine der häufigsten hirnorganischen Krankheiten. Die Ätiologie der Multiplen Sklerose ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht von einer von T-Lymphozyten-vermittelten Autoimmunerkrankung aus, bei deren Ausbruch genetische Faktoren sowie epidemiologische und Umweltfaktoren (z. B. Stress) eine Rolle spielen.

Symptome

Frühzeichen sind oftmals eine Neuritis nervi optici mit Gesichtsfeldausfällen oder vernebeltem Blick. Dabei können wegen Augenmuskelparesen Doppelbilder auftreten. Diese Frühsymptome bilden sich meist wieder zurück.

Häufige Symptome der Vollerkrankung sind spastische Lähmungen mit Mono-, Hemi-, Para- und Tetraparesen, zerebelläre Störungen wie ein schwankendes Gangbild und Intentionstremor, Sensibilitätsstörungen wie eine verminderte Berührungs-, Schmerz- und Temperaturwahrnehmung an umschriebenen, oft bandartigen Stellen des Körpers, eine N.-opticus-Reizung. Typisch ist auch die Beeinträchtigung der vegetativen Funktionen, v. a. Blasen-, Darm- und Sexualfunktion, sowie die vermehrte Erschöpfbarkeit und mangelnde Wärmetoleranz. Auch Fazialisparesen, Sprach- oder Sprechstörungen sowie psychische Veränderungen mit depressiver Verstimmung können auftreten.

Verlauf

Der Verlauf ist oft schubweise mit unvollständigen Remissionen. Selten beobachtet man einen foudroyanten Verlauf, der nach Monaten tödlich sein kann. Meist ergibt sich eher ein jahrzehntelanger Verlauf mit langsam abnehmender Leistungsfähigkeit. Erheblich häufiger wird die Diagnose durch bildgebende Diagnostik gestellt. Man kann feststellen, dass es wesentlich öfter gutartige Verläufe gibt als früher angenommen.

Grundprinzipien des Ayurveda

Der Ayurveda ist eines der ältesten Medizinsysteme der Welt, das naturphilosophische Grundlagen hat. Er hat seine Stärke in der Beschreibung der energetischen Prozesse und der Erkenntnis von deren Beeinflussung der Funktionen auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene.

Im Ayurveda wird beschrieben, dass 3 kybernetische Kräfte, doshas genannt, die Prozesse im Menschen regeln. Dabei ist vata verantwortlich für Bewegung, Impulsgabe, Taktung und Kontrolle. Der 2. dosha, pitta, ist zuständig für Umwandlung, und der 3., kapha, sorgt für Masse und Stabilität.

Man kann doshas an ihren Eigenschaften erkennen:

vata, der dosha, der Bewegung initiiert, wird als trocken, kalt, leicht, subtil, beweglich und rau beschrieben.

pitta erkennt man an Eigenschaften wie feucht, heiß, durchdringend, dünnflüssig, sauer, beweglich und scharf.

kapha ist dagegen schwer, kalt, weich, fettig, süß, unbeweglich und schleimig.

Die Eigenschaften, die denen eines doshas entsprechen, lassen diesen dosha zunehmen, die entgegengesetzten Eigenschaften sorgen für eine Abnahme des doshas. Da die Eigenschaften der doshas immer teilweise gegensätzlich sind, werden bei der Zunahme eines doshas gleichzeitig die anderen weniger stimuliert.

Nimmt ein dosha übermäßig zu, wird die Harmonie der 3 doshas gestört, und die Prozesse im Individuum verlaufen disharmonisch. Auf die Dauer führt diese Funktionsstörung zu einer Erkrankung der Strukturen, und so mündet die zunächst energetische Veränderung in einer Erkrankung, die sich tief in die Gewebe einbrennen kann.

Aus ayurvedischer Sicht gehen Gewebe in ihrem Aufbau auseinander hervor. Sind die doshas gestört, wird der Stoffwechsel nicht korrekt reguliert. Dann können die Gewebe nicht physiologisch aufgebaut werden. Dadurch kann es zur Bildung von unvollständig abgebauten Metaboliten, ama, kommen. Diese sind reizend, schwer, sauer, klebrig und fadenziehend. Setzen sich die mit ama gemischten doshas in den Kanälchen der Gewebe fest, verkleben diese. An dieser Stelle kommt es zu entzündlichen Reaktionen.

Ist eine Erkrankung entweder ausgeprägt oder dauert sie lange an, schwächt sich zudem die Immunität des Individuums, das ojas. Dann beginnt die Spirale der Erkrankung sich schneller zu drehen.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Ayurvedische Therapie bei Multipler Sklerose

Aus der Zeitschrift Erfahrungsheilkunde 4/2019

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