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    Die Phytotherapie wird in der medizinischen Versorgung insgesamt, aber auch innerhalb von Naturheilverfahren und der Komplementärmedizin als sehr bedeutsam erlebt.

     

Beliebtheit und Akzeptanz von Phytopharmaka bei Publikum und Verordnern

David Eisenberg konnte 1993 mit den Ergebnissen seiner ersten Befragung zur Praxis der Komplementärmedizin in den USA dem dortigen medizinischen Establishment in nahezu schockierender Weise vorführen, dass der Sektor „Complementary Medicine“ – gemessen an der Zahl der Patientenkontakte in der Allgemeinmedizin sowie am Geldeinsatz der Patienten – den damals in den USA Üblichen Privatzahlungen für Krankenhausaufenthalte gleichkam. Darüber hinaus konnte er durch wiederholte Anwendung desselben Erhebungsinstrumentes 7 Jahre später für diesen Tatbestand einen historisch positiven Trend nachweisen. Seine beiden diesbezüglichen Veröffentlichungen in renommierten Zeitschriften trugen ganz entscheidend zur nachfolgend zunehmenden Anerkennung der Komplementärmedizin in der medizinischen Praxis, der Ausbildung und nicht zuletzt der großzügig durch die Regierung unterstützten Forschung in den USA bei.

Eine vergleichbar griffige Einschätzung der unmittelbaren therapeutischen wie ökonomischen Bedeutung von Naturheilverfahren bzw. Komplementärmedizin oder einer Komponente wie der Phytotherapie ist für hiesige Verhältnisse nicht bekannt geworden.

Die Bedeutung der Phytotherapie in Deutschland kann jedoch ansatzweise mit mehreren Untersuchungsinstrumenten erfasst und z.T. auch in ihrer Entwicklung beobachtet werden. Dabei werden durch verschiedene Messinstrumente zwangsläufig unterschiedliche Fragestellungen beantwortet. Es bieten sich insbesondere an:

> stochastische Umfragen in der Bevölkerung (unterschiedslos Gesunde wie Patienten)

> Umfragen unter Zielgruppen, insbesondere:

– Patienten mit einer gesichert diagnostizierten Erkrankung

– professionelle Akteure, insbesondere ärzte, Apotheker, Heilpraktiker

> Daten der Kostenträger

> Marktdaten

Bevölkerungsumfragen

Wissenschaftliche Untersuchungen sind insbesondere aus repräsentativen Bevölkerungsumfragen veröffentlicht worden. I.d.R. wird die 12-Monatsprävalenz der Inanspruchnahme einer bestimmten Therapie, manchmal auch eines Spektrums wie „Naturheilverfahren“ oder „Komplementärmedizin“ abgefragt. Insofern können Ergebnisse aus ganz unterschiedlichen Quellen verglichen werden, z.B.:

> Gesellschaft fÜr Konsumforschung

> Bertelsmann Gesundheitsmonitor Bevölkerung

> Sebastian-Kneipp-Institut

> Institut fÜr Demoskopie Allensbach

Die Gesellschaft für Konsumforschung Nürnberg (GfK) führte im Mai 2007 unter 1978 stochastisch ermittelten Über 14-jährigen Bundesbürgern eine Befragung durch, die neben der 12-Monatsprävalenz der persönlichen Inanspruchnahme von 10 Gebieten bzw. Methoden der Naturheilverfahren und Komplementärmedizin auch dichotomisiert (erfolgreich – nicht erfolgreich) die persönliche Erfolgsbeurteilung der jeweiligen Therapie erhob. Die Prävalenz für die Phytotherapie war mit 33,4% die höchste, mit deutlichem Abstand gefolgt von Akupunktur mit 17,8% . Die Erfolgsquote von 68% war mit den 4 weiteren am häufigsten genutzten Verfahren vergleichbar.

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Aus der Zeitschrift für Phytotheraphie 1/2014

 

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Unser Autor Rainer Stange ist Referent bei der 49. Medizinischen Woche Baden-Baden zu den Themen „Heilfasten und Ernährung“ und „Cholesterin in der Ernährung - kein Thema mehr!“.

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