• Gesunde Ernährung

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Gesunde Ernährung

Ein hoher Anteil tierischer Lebensmittel ermöglichte die Entwicklung des mensch­lichen Gehirns und damit auch die Entwicklung des Homo sapiens. Die Ernährung der steinzeitlichen Jäger und Sammler zeichnete sich zudem aus durch hohen Konsum von Früchten, Gemüsen, Nüssen, Knollen und Wurzeln, ein günstiges Fettsäuremuster und den Verzicht auf Getreide und Milchprodukte.

Ernährung und die dadurch zugeführten Nährstoffe waren wesentliche Promotoren der menschlichen Entwicklung. Die Definition einer gesunden Ernährung muss daher auch vor dem Hintergrund der humanen Evolution erfolgen. Vor ca. 5 Mio. Jahren trennte sich die Entwicklung des Menschen von der des Schimpansen, unserem genetisch engsten Verwandten.

Entwicklung des menschlichen Gehirns

Auch die Ernährung verlief unterschiedlich. Während der Schimpanse sich bis heute ganz überwiegend von Pflanzen und gelegentlich Insekten oder Kleintieren ernährt, hat der frühe menschliche Vorgänger, der Australopithecus, sich von Pflanzen und zusätzlich von Kleintieren und Aas ernährt. Sein Gehirn war mit ca. 600 ml bereits etwas größer als das der Schimpansen (400 ml). Der aus dem Australopithecus hervorgegangene Homo habilis (Gehirnvolumen 650-800 ml) sowie der nachfolgende Homo erectus (Gehirnvolumen 950 ml) konnten aufgrund ihrer im Vergleich zum Schimpansen deutlich veränderten Ernährung mit einem stetig ansteigenden Anteil an tierischen Proteinen und v. a. tierischen Fetten (Cholesterin und Docosahexaensäure (DHA)) ein größeres Gehirn entwickeln. Mit seinem Gehirnvolumen von ca. 1400 ml war der vor ca. 200 000 Jahren aus dem Homo erectus hervorgegangene Homo sapiens auch anderen Hominiden deutlich überlegen und hat dadurch bei seiner Einwanderung nach Europa vor ca. 40 000 Jahren den dort schon viele Jahrtausende ansässigen Neandertaler verdrängt. Ohne die hohe Zufuhr von tierischem Protein und Fett (v. a. DHA) hätte der Mensch sich nicht entwickeln können. Er ist daher auch kein Vegetarier.

Unser genetischer Bauplan stimmt bis auf wenige Ausnahmen mit dem des vor mehr als 50 000 Jahren als Jäger und Sammler lebenden Homo sapiens überein. Daher ist unser Stoffwechsel auch heute noch am besten an eine omnivore Kost mit ausreichend hohem Anteil an tierischem Protein und Fett angepasst. Auch der moderne Mensch ist kein Vegetarier oder gar Veganer.

Größe und Leistungsfähigkeit des Gehirns unterscheidet den Menschen von allen anderen Lebewesen des Planeten. Es versetzte ihn in die Lage, die Welt zu erobern. Die Entwicklung dieses Hochleistungsorgans erforderte eine ständige Versorgung mit „Hirnnährstoffen“. Dies sind v. a. die ungesättigten Fettsäuren, insbesondere DHA, aber auch Jod und Zink. DHA ist der bestimmende Faktor für die Aktivierung von Genen für Wachstum und Funktion des Gehirns und für die Neurogenese selbst. DHA ist damit der entscheidende Nahrungsfaktor für die Entwicklung des Homo sapiens. Die Versorgung erfolgte insbesondere über den Verzehr von Gehirn und Knochenmark und in Küsten- oder Gewässernähe durch Fisch, Krustentiere und Eier von Seevögeln.

Jäger und Sammler

Die Lebensweise der Jäger und Sammler war gekennzeichnet durch

  • regelmäßige Sonnenexposition (verringerte sich mit der Wanderung nach Norden),
  • Biorhythmus (Aktivität von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang),
  • regelmäßige, hohe körperliche Aktivität,
  • unbelastete, natürliche und hochwertige Lebensmittel,
  • keine Umweltbelastung durch Schadstoffe wie heute.

Dies entspricht exakt den heutigen Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Gesunde Ernährung

Aus der Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 1/2015

 

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