• Hanfpräparate

     

Zur klinischen Wirksamkeit von Präparaten aus dem Hanf

Unter den vielen im Hanf enthaltenen Cannabinoiden befinden sich das psychotrop wirkende Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), das vermutlich einen Teil der negativen zentralen Wirkungen des THCs kompensiert.

Experimentelle Studien weisen darauf hin, dass Cannabinoide bei verschiedenen Erkrankungen hilfreich sein könnten. Dennoch ist die Datenlage zur Evidenz der Wirksamkeit der Cannabinoide noch immer unzureichend. Medizinalhanf, teil- oder vollsynthetische Substanzen wie CBD, Dronabinol, Nabilon (ein THC-Agonist) waren bei neuropathischen Schmerzen Placebo nur marginal überlegen. Auch bei Tumorschmerzen, rheumatischen und gastrointestinalen Schmerzen und bei Appetitlosigkeit aufgrund von Krebs oder AIDS ist die Wirksamkeit der Cannabinoide noch nicht ausreichend belegt.

In den USA wurde kürzlich das nahezu 100 % CBD enthaltende Epidiolex® für die Indikation epileptische Anfälle bei Kindern, die an seltenen Erkrankungen leiden, von der Gesundheitsbehörde zugelassen. Eine Metaanalyse von 4 Studien bei Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom zeigt, dass die Anfallshäufigkeit unter Epidiolex® 10 mg/Tag etwa 20 % geringer war als unter Placebo. Die unter der Therapie aufgetretenen unerwünschten Wirkungen beruhten zum Teil auf der Ko-Medikation. Zu anderen Indikationen wie Psychosen, Angstzuständen, neurodegenerativen Erkrankungen und zur Entwöhnung von Nikotin- und Cannabis-Abusus liegen nur Pilotstudien vor, die bis zu 50 mg/kg CBD / Tag eingesetzt haben.

Damit THC-haltige Cannabisprodukte oder das nicht psychotrop wirkende CBD im therapeutischen Alltag sinnvoll eingesetzt werden können, bedarf es weiterer Studien guter Qualität, die die Wirkgröße bei den einzelnen Indikationen, die Tagesdosen und das Ausmaß an unerwünschten Wirkungen definieren.

Cannabinoide

Die Hanfdroge Cannabis sativa L. enthält mehr als 100 Cannabinoide, darunter Δ9-trans-Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabidiol (CBD) und Cannabinoide vom Cannabigerol-, Cannabichromen-, Δ8-trans-Tetrahydrocannabinol-, Cannabicyclol-, Cannabielsoin-, Cannabinol-, Cannabinodiol- und Cannabitriol-Typ. Hanfpflanzen können als Hauptcannabinoid ganz unterschiedliche Cannabinoide enthalten. Je nach Ausgangsmaterial kann die klinische Wirkung der Hanfprodukte deshalb sehr unterschiedlich sein. Das aus den Früchten hergestellte fette Samenöl enthält keine Cannabinoide.

 

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Aus der Zeitschrift für Phytotherapie 

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