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Psychoonkologie: Möglichkeiten und Grenzen psychosozialer Hilfen bei einer Krebserkrankung

Die Psychoonkologie ist mittlerweile ein fester Bestandteil der multiprofessionellen onkologischen Behandlung und kann Patienten und ihre Angehörigen bei der Krankheitsbewältigung und im Umgang mit psychosozialen Problemen unterstützen.

Mehr als ein Drittel der Patienten mit einer Krebserkrankung leidet unter Ängsten oder Depressionen. Nach aktueller Studienlage benötigt jedoch deutlich mehr als ein Drittel der Krebspatienten eine begleitende psychoonkologische Therapie. Die häufigsten komorbiden psychischen Erkrankungen onkologischer Patienten sind Anpassungsstörungen (Punktprävalenz 8.0%), affektive Störungen (Punktprävalenz 10,8%) und Angststörungen (Punktprävalenz 13,5%).

Weit größer noch ist der Anteil der Patienten, die eine erhöhte Belastung (aber keine psychische Störung) aufweisen. Dabei können sich die Belastungsfaktoren bei Betroffenen auf einem Kontinuum von normalen Ängsten, Sorgen und Traurigkeit sowie subsyndromalen Zuständen erstrecken. Hier erleben die Betroffenen deutliche Problem- und Bedürfnislagen, die mit einer starken emotionalen Belastung und vereinzelten psychischen Symptomen verbunden sind, jedoch nicht die Kriterien einer psychischen Erkrankung (gemäß ICD-10) erfüllen. Vulnerabilitätsfaktoren für die Entwicklung einer psychischen Erkrankung sind eine erhöhte somatische Symptombelastung, Schmerzen, Fatigue und eine bereits in der Vorgeschichte bestehende psychische Erkrankung.

Patienten, die neben ihrer Krebserkrankung auch unter einer psychischen Störung leiden, sind nicht nur in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Die psychische Erkrankung wirkt sich negativ auf den Verlauf der Krebserkrankung aus und führt zu einer erhöhten Morbidität (bspw. mehr Nebenwirkungen während der Therapie) und Mortalität.

Was sind typische psychosoziale Herausforderungen bei Krebs?
Typische Herausforderungen für Krebspatienten sind neben dem Umgang mit Ängsten vor Tod und Sterben und dem Verlust der Autonomie, die Belastung durch Schmerzen oder körperliche Beeinträchtigungen (z. B. Anlage eines künstlichen Darmausgangs bei Darmkrebs), existentielle und spirituelle Fragen (z. B. nach dem Sinn des Lebens und der Erkrankung), aber auch soziale Beeinträchtigungen, beispielsweise durch längere Arbeitsunfähigkeit und eingeschränkte soziale Kontakte oder partnerschaftliche und familiäre Konflikte aufgrund eines veränderteren Rollengefüges.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Psychoonkologie: Möglichkeiten und Grenzen psychosozialer Hilfen bei einer Krebserkrankung

Aus der Zeitschrift: DZO 4/2018

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