• Erschöpfung, Burnout, Adrenal Fatigue, Mikronährstoffe, Mikronährstofftherapie, Phytotherapie

    Heilpflanzen wie die Taigawurz, auch sibirischer Ginseng genannt, wird in der Mikronährstofftherapie ergänzend bei abnehmender Leistungs- oder Konzentrationsfähigkeit und in der Rekonvaleszenz verwendet.

     

Orthomolekulare Medizin bei Erschöpfung

Knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung über 16 Jahren leidet unter den Symptomen von Erschöpfung. Während die heutigen Ernährungsgewohnheiten oft zu einer verminderten Zufuhr bestimmter Mikronährstoffe führen, erhöhen Stress, starke Beanspruchung oder Krankheiten den Bedarf an Mikronährstoffen. Die integrative Behandlung von Patienten mit Adrenal Fatigue mit einer Mikronährstofftherapie erzielt gute Ergebnisse, wobei eine individuelle Betrachtung und Diagnostik zwingend notwendig sind. Eine therapeutisch dosierte Zufuhr, die weit über der offiziellen Zufuhrempfehlung liegt, ist bei der Behandlung meist notwendig.

Symptome wie Erschöpfung und chronische Müdigkeit sind heutzutage immer häufiger anzutreffen und stellen einen steigenden Anteil an Gründen für die Inanspruchnahme von Leistungen im therapeutischen Sektor dar. In einer Befragung der deutschen Bevölkerung geben 31 % der über 16-Jährigen an, manchmal oder häufig unter „Ermüdungserscheinungen“ zu leiden. Frauen sind offensichtlich häufiger betroffen als Männer, Angehörige höherer sozialer Schichten und Menschen in Partnerschaften seltener. International variiert die Prävalenz von Patienten mit über mindestens einem Monat anhaltender Müdigkeit zwischen 2 % und 15 %. Nach einem Jahr persistierte die Symptomatik bei zwischen 33 % bzw. 51 %.

Ein großes Spektrum möglicher Erkrankungen und Belastungen kann dazu führen, dass Patienten das Symptom „Müdigkeit“ als Problem angeben. Müdigkeit ist ein subjektives Empfinden mit Symptomen wie Mattigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Dabei sind verschiedene Komponenten zu berücksichtigen:

  • emotionale (Unlust, Motivationsmangel, niedergedrückte Stimmung, verminderte affektive Schwingungsfähigkeit)
  • kognitive (verminderte geistige Aktivität bzw. Leistungsfähigkeit)
  • körperliche Aspekte (z. B. muskuläre Schwäche)


Ursachen und Symptome

Bei Schlafproblemen oder auch unter Stress tritt schnell Erschöpfung mit nachfolgender Einschränkung der Konzentration und Leistungsfähigkeit auf. Eine weitere Ursache ständiger Müdigkeit und Erschöpfung kann der Jahreszeitenwechsel sein: Gerade im Frühjahr machen uns der Temperaturanstieg und vor allem auch die Zeitumstellung zu schaffen. Auch psychische Ursachen wie Depressionen, virale Infekte, Belastungen mit toxischen Metallen, Mangelzustände im Bereich der Mikronährstoffe und vieles mehr können Ursachen für Müdigkeit sein, letztendlich kann auch ein Burnout vorliegen.

Der Begriff Burnout beschreibt ein Krankheitsbild, von dem in der heutigen Zeit zunehmend mehr Menschen betroffen sind. Es ist ein unscharf definiertes und schwer abgrenzbares Phänomen. Das Burnout-Syndrom wird im Alltag zu häufig allein von der psychologischen Seite betrachtet im Sinne eines Überforderungssyndroms bei Dysbalance der eigenen Fähigkeiten in Bezug auf die vom Beruf oder Alltag gesetzten Anforderungen. Dabei wird außer Acht gelassen, dass durch übermäßige andauernde Stressbelastung die sogenannte neuro-humorale Achse überlastet und vor allem die Nebenniere bezüglich ihrer Kapazität für die Produktion von Kortisol und/oder Adrenalin sowie Noradrenalin in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieser Zustand wird als „Adrenal Fatigue“ bezeichnet. Diese meist durch chronischen Stress ausgelöste Nebennierenschwäche darf nicht mit dem durch Autoimmunprozesse entstandenen Nebennierenfunktionskollaps, genannt Morbus Addison, verwechselt werden.

Adrenal Fatigue

Das Adrenal Fatigue verläuft meist in 4 Phasen:


Das Frühstadium

Damit wird die sog. „Kampf- oder Flucht-Phase“ bezeichnet. Der Körper aktiviert seine Antistressreaktion, um auf die Belastung entsprechend reagieren zu können, erhöhte Kortisol- und ACTH-Spiegel sind die Folge.


Die Resistenz-Reaktion

Mit der Zeit haben die Nebennieren Schwierigkeiten, den ständigen Forderungen nach mehr Kortisol nachzukommen. In der Folge ist der Kortisolspiegel niedrig, wohingegen ACTH noch hoch bleibt. Da der Körper die Kortisolproduktion primär stärkt, sinkt indirekt die Synthese anderer ebenfalls wichtiger Hormone wie DHEA, Pregnolon, Testosteron und Östrogen.


Erschöpfung

Der Körper ist nicht mehr in der Lage, selbstregulatorisch die Homöostase aufrechtzuerhalten. Dieser Prozess kann sich über mehrere Jahre hinziehen (wie auch meist die therapeutische Regenerationszeit).


Zusammenbruch

In der letzten Phase finden sich schwere Ungleichgewichte bei den Stress- und Sexualhormonen.

Die vielfältigen Symptome und Zeichen einer Nebenniereninsuffizienz oder Adrenal Fatigue sind u. a.: Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit/leichte Depression, häufige Infekte (meist wegen reduzierter Sekretion von Immunglobulin A), Konzentrationsschwierigkeiten, die Unfähigkeit, Gewicht zu reduzieren (besonders im Bauchbereich), trotz enormer Anstrengungen.

Häufigste Ursachen einer Adrenal Fatigue sind: Chronischer Stress, z. B. im Beruf (Mobbing), Tod eines geliebten Menschen, Krankheit, Beziehungsprobleme und weitere Probleme, Überforderung, chronische Infektionen, Ernährungsfehler (zu viel Zucker, Kaffee und der Konsum individuell nicht verträglicher Lebensmittel), Schlafstörungen, Ängstlichkeit/Beklemmungen, Allergien, Hypoglykämien, psychische Krankheiten.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Orthomolekulare Medizin bei Erschöpfung

Aus der Zeitschrift: Erfahrungsheilkunde 02/2018

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