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Persönliche und methodische Wechselwirkungen

Haltungen, Erfahrungen und persönliche Herangehensweisen auf Arzt- und Patientenseite spielen genauso eine Rolle wie die jeweiligen Behandlungsmethoden, die mit dem Ziel der Heilung eingesetzt werden – Ein persönlicher Kommentar

Vorbemerkung

Im folgenden Beitrag möchte ich, auf Basis meiner vier Jahrzehnte an klinischer Praxis und verschiedenen Lehrtätigkeiten, einige Gedanken zur Diskussion stellen. Ich erhebe dabei keinen durchgängig wissenschaftlichen Anspruch. Es geht mir darum anzuerkennen, dass Ärzte und Ärztinnen die gleiche Problemlage eines erkrankten Menschen aus ganz unterschiedlichen, manchmal auch aus nicht umstandslos kompatiblen Blickwinkeln betrachten und behandeln. Dieses Vorgehen erfordert eine sensible und erfahrene Verbindung von Heilkunde und Heilkunst, damit wir zusammen mit unseren Patientinnen und Patienten das für sie Wünschenswerte finden und sie nicht mit dem maximal Machbaren unnötig überfordern. Dazu kann auch eine Reflexion darüber hilfreich sein, wie die individuellen Motive von ÄrztInnen deren jeweilige Präferenz für Methoden beeinflussen können.

Leibgedächtnis, Erinnerungen und Vorstellungen

Zur Frage, was der Körper, was das Lebendige wirklich sei, schreibt der Medizinhistoriker Philipp Sarasin. Es „scheint keine lösbare Frage zu sein; entscheidend ist daher, welches Bild – in einem Text, als visuelle Abbildung oder als Inszenierung – wir uns von unserem Körper machen, von dem wir sagen, es sei unserer“.

Unsere Erinnerungen, Vorstellungen und Gefühle wirken sich bekanntermaßen auf unser leibliches Befinden und die Physiologie unseres Körpers aus. Dies macht sich u. a. in veränderten Muskelanspannungen, Herzaktionen, Atemmustern, Verdauungsaktivitäten, Blasenaktionen, Blutdruckveränderungen, hormonellen oder immunologischen Reaktionen bemerkbar – sofern wir diese beachten. Die Stressforschung hat dazu seit Jahrzehnten vielfältige Labordaten geliefert.

Bei Menschen, die unter Angststörungen leiden, können schon Gedanken an einen drohenden Kontrollverlust, in ihrem „Leibgedächtnis“ ähnliche Empfindungen von Übelkeit, Herzstolpern, Schwindelgefühl, Atemnot etc. auslösen, wie sie in früheren Krisen erlebt wurden. Im Rahmen einer Posttraumatischen Belastungsstörung können spontane, sog. „Flashbacks“ (plötzlich einschießende Erinnerungen an frühere Szenen) unerwartete panikartige Zustände auslösen. Die anfangs noch hilflosen Versuche dieser Menschen, ihre Erinnerungen und Empfindungen zu unterdrücken, können möglicherweise die Symptome noch verstärken. Insgesamt kann dies zu dem führen, was man in der Psychotherapie die „Angst vor der Angst“ nennt.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag: Persönliche und methodische Wechselwirkungen
aus der Zeitschrift zkm - Zeitschrift für Komplementärmedizin 03/2020

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